Auto : Designer im Licht

Öko, sachlich, leicht: Wie wichtig ist die Form?

Mund, Augen, Hintern, die Linie. Darauf schauen die Autofans am meisten. Wann aber ist ein Design gut? Wenn Funktion, Form, Ausstrahlung und Eleganz perfekt aufeinander abgestimmt sind. Sagt der neue Chefdesigner von Volkswagen, Walter de Silva. Der Italiener, der schon den Audi-Modellen ihre Form gegeben hatte, soll die Produktpalette von Volkswagen überarbeiten und den Modellen ein definierteres Profil geben. Er will den VWs wieder klarere sachlichere Formen geben; in den vergangenen Jahren sei manches „ein bisschen overstyled“ worden.

Für die Markentreue wird Design immer wichtiger, glaubt der Spanier. Dabei sei Gutes zeitlos – Mode und gesellschaftliche Entwicklungen hätten zwar Einfluss; die Klimadebatte aber werde die Autogesichter nicht völlig verändern. Lutz Fügener von der Hochschule Pforzheim für Transportation Design sieht das anders: „Nach der Retrowelle beginnt nun die Suche bei der Formgebung neu. Und die wird von der Ökowelle beeinflusst.“ Die Folge: weniger aggressive Elemente, mehr Leichtigkeit.

Um die neuen Designmerkmale gibt es einen Wettlauf unter Autobauern, denn die Bedeutung des Designs als Kauffaktor nimmt zu. Weil man „ein ganz schlechtes Auto heute eigentlich gar nicht mehr kaufen kann“, orientierten sich Käufer noch mehr als früher an ästhetischen Kriterien. Um die einzuschätzen, ist vorausschauende Inspiration gefragt: Das Design eines Modells wird beschlossen, Jahre bevor es zum Händler kommt. dpa

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

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