DIE KOSTEN : 100 Kilometer für 2,50 Euro – mit Nachtstrom

DIE BATTERIEN

Bis 2020 will die Bundesregierung

eine Million Elektroautos auf unsere Straßen bringen. Eine ziemlich optimistische Ansage, denn gegenwärtig sind es gerade einmal 1600 Elektroautos, die in Deutschland unterwegs sind. Das liegt auch am noch hohen Preis für die Lithium-Ionen-Batterien. Nissan hat da eine geschickte Variante gefunden: Die Batterie besteht nun aus 48 Modulen, die nicht mehr rund, sondern eckig sind und daher gut gepackt werden können. Und falls mal ein Modul kaputt gehen sollte, muss nicht mehr die gesamte teure Batterie ausgewechselt werden, sondern nur das defekte Modul.

DIE INFRASTRUKTUR

Zum zweiten zeigt sich als Problem die so genannte Elektro-Infrastruktur. Wo können E-Autos „tanken“? Nissan arbeitet mit dem Energieversorger RWE zusammen. Der hat bislang 1050 Ladesäulen in Deutschland installiert. Insgesamt gibt es derzeit über 2000 solcher öffentlicher Schnell-Ladepunkte, die ein Nachladen des Akkus per Starkstrom binnen 30 Minuten ermöglichen. Damit der teure Stromspeicher dabei keinen Schock erleidet, der auf Dauer schadet, wird der 50-Ampere-Strom neuerdings elektronisch gesteuert, in Wellen verabreicht. Und mittlerweile gibt es auch einheitliche Anschlüsse, so dass man an allen Säule andocken kann.

DAS LADEN DAHEIM

RWE will den Fahrern eines LEAF ein Sorglos-Paket anbieten, das aus einer Prüfung der Hausinstallation, der Montage eines speziellen Ladegeräts (859 Euro) und einem Ökostrom-Vertrag besteht. Damit soll der LEAF auch wirklich sauber fahren – für 2,50 Euro pro 100 Kilometer! An der Haushaltsteckdose dauert der Ladevorgang rund acht Stunden; das funktioniert gut in der Nacht mit billigem Nachtstrom. rr

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

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