Die neuen Connect-Modelle von Seat : Das rollende Smartphone

Seat legt spezielle Sondermodelle auf, die den Beinamen Connect tragen und mit einem Samsung Galaxy, neuester Infotainment-Technik und eigener App mit Sprachsteuerung um die Ecke rollen.

Paul-Janosch Ersing
Rollende Smartphones: Seat bietet diverse Modelle als Connect inklusive Handy und vernetztem Infotainmentsystem an.
Rollende Smartphones: Seat bietet diverse Modelle als Connect inklusive Handy und vernetztem Infotainmentsystem an.Foto: dpa

Fast alle tun es, aber keiner gibt es freiwillig zu: Bei kaum einem Autofahrer bleibt das Smartphone im Stau oder an der roten Ampel in der Jackentasche stecken. Und obwohl die meisten unterwegs nur telefonieren oder die Lieblingsmusik hören möchten, scheinen die üblichen Bluetooth-Anbindungsmöglichkeiten nicht mehr fürs ganz große Glück hinterm Volant auszureichen.

Die Autohersteller bemühen sich daher seit einigen Jahren, das Fahrzeug so gut wie möglich mit dem Smartphone zu verbinden. Schließlich will die Kundschaft dauernd online sein. Seat nutzt den aktuellen Trend und legt sogar spezielle Sondermodelle auf, die den Beinamen „Connect“ tragen. Die kleinen beziehungsweise kompakten Ibiza, Toledo und Leon gibt es schon in dieser Variante, der Winzling Mii und der Van Alhambra sollen bis Jahresende folgen.

Neueste Infotainment-Generation mit eigener App

Der kürzlich präsentierten Connect-Familie liegt sogar ein Samsung-Galaxy-A3-Smartphone bei. Auf dem Gerät ist Seats selbst entwickelte sogenannte Connect-App bereits vorinstalliert. Sie funktioniert allerdings ausschließlich auf Geräten, die das Betriebssystem Android verwenden. Ein Vorteil der von Seat entwickelten App: Mitteilungen und Statusmeldungen können nicht nur vorgelesen, sondern via Spracherkennung auch beantwortet und verschickt werden. Spielereien wie ein animiertes Fotoalbum oder der individuelle Bildschirmhintergrund dürften hingegen nur für wenige Autofahrer kaufentscheidend sein.

Freilich hat die spanische VW-Tochter nicht nur Samsung-Kunden im Visier. Auch die für den automobilen Einsatz entwickelten Standard-Kommunikationslösungen Android-Auto und Apple Carplay laufen nun in den Fahrzeugen. Sie erleichtern den verkehrssicheren Gebrauch des Smartphones hinterm Lenkrad und reagieren dazu unter anderem auf unterschiedliche Sprachbefehle. Um die neuen Funktionen flüssig bewerkstelligen zu können, ist die neueste Infotainment-Generation nicht nur mit berührungsempfindlichem Bildschirm (auf Wunsch von Ibiza bis Alhambra), sondern auch mit schnelleren Prozessoren ausgerüstet.

Die Connect-Modelle tragen ihr Können zur Schau

Bleibt die Frage: Wie gut funktioniert's denn? Im runderneuerten Ibiza ließen sich sowohl Android- als auch Apple-Smartphones problemlos mit dem Fahrzeug-Unterhaltungssystem verbinden. Im kleinen Stadtflitzer Mii gibt es dagegen leider nicht die Technik der größeren Modelle. Stattdessen findet man nur ein herausnehmbares Gerät mit Fünf-Zoll-Display. Immerhin: Via Bluetooth und Klinken-Stecker können auch hier bis zu zwei mobile Endgeräte angeschlossen werden.

Neben der geschmeidigen Online-Verbindung bieten die Connect-Sondermodelle dazu noch weitere Besonderheiten: Türeinstiegsleisten mit Connect-Emblem zählen genauso dazu wie blau glänzende Dekorelemente im Inneren sowie blau-schwarze Sitze. Als gemeinsames äußeres Erkennungsmerkmal tragen Mii, Ibiza, Toledo, Leon und Alhambra weiße Außenspiegel und grau lackierte Leichtmetallräder zur Schau. Auf Wunsch gibt es die Gehäuse der Spiegel und die Räder auch in blauer Farbe lackiert. Als günstigstes Connect-Sondermodell fährt der Mii ab 11.950 Euro um die Ecke, der Ibiza Connect ist als Dreitürer ab 15.300 Euro erhältlich.

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