DIE TECHNIK IM HINTERGRUND : Und so funktioniert der Hybrid

Der Vollhybridantrieb im M35h ist eine Eigenentwicklung von Nissan. Das Auto kann bis zu zwei Kilometer rein elektrisch fahren, konventionell mit dem Verbrennungsmotor oder in Kombination beider Antriebe. Die Technik des Infiniti ist günstiger, aber wirkungsvoller als die der teuren Two-Mode-Hybride wie Opel Ampera oder jener der kompliziert verzweigten Planetenrad-Systeme wie Lexus GS 450h. Nissans Vollhybrid funktioniert so: Hinter dem 3,5 Liter großen V6-Benzinmotor mit 306 PS befindet sich eine elektromechanisch betätigte Trockenkupplung. Dahinter sitzt der kompakte 68 PS starke Elektromotor. Danach folgt die Siebengangautomatik, und hinter ihr arbeitet eine weitere im Ölbad laufende Lamellenkupplung, die in das Getriebegehäuse integriert ist und die Aufgabe eines Drehmomentwandlers übernimmt, welcher den Verbrauch erhöhen würde. Sind beide Kupplungen geschlossen, schieben Benziner und E-Motor den M35h zusammen an. Ist nur die erste geöffnet, arbeitet nur der E-Motor. Auf gleiche Weise wird beim Bremsen der Benziner automatisch abgekoppelt, wodurch die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapzität von 1,4 kWh effektiver aufgeladen wird. Das kann das Lexus-System nicht. Wie auch dies nicht: Der Infiniti trennt den Benziner im Schiebebetrieb automatisch vom Antriebsstrang ab, dadurch gleitet der Wagen ohne Motorwiderstand dahin und spart Sprit. Dieses Gleiten nennen die Entwickler Segeln. Bei abgekoppelten Benziner kann der M35h bis Tempo 100 sogar ein paar Kilometer weit mit dem E-Motor gleiten, bis der Lithium-Ionen-Pack leer ist und wieder aufgeladen werden muss. Infiniti gibt für die 4,95 Meter lange und bis zu 250 km/h schnelle Oberklasselimousine einen Verbrauch von nur sieben Liter Super pro 100 Kilometer sowie eine Reichweite von 1000 Kilometern an. rr

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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