• DIE TECHNOLOGIEN FÜR DAS AUTO VON MORGEN: Pilotiertes Parken, Autonomes Fahren und die totale Vernetzung

DIE TECHNOLOGIEN FÜR DAS AUTO VON MORGEN : Pilotiertes Parken, Autonomes Fahren und die totale Vernetzung

Kommunikation total. Das Auto wird redselig.
Kommunikation total. Das Auto wird redselig.

„Car-to-X-Kommunikation“ ist das Zauberwort, das durch die Hallen der Entwicklungsabteilungen der großen Autokonzerne wabert. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Grundlage für alle Technologien, die das Automobil der Zukunft intelligenter und selbstständiger machen werden: Die Kommunikation des Autos mit der Umgebung. Dabei ist erstmal alles gemeint, was sich in der Nähe befindet. Schon heute erkennen Autos dank Infrarottechnik am Fahrbahnrand stehende Fußgänger oder Wild. In der Zukunft sollen aber Ampeln und vor allem Fahrzeuge untereinander kommunizieren. Damit kann die Elektronik dann kritische Situationen im Verkehr antizipieren und so den Fahrer warnen oder eben selbst reagieren. Konkret könnte ein Auto bereits beim Setzen des Blinkers signalisieren, dass sich hinter der nächsten Ecke gerade ein Unfall ereignet hat, weil das beteiligte Fahrzeug diese Information bereits übermittelt hat. Was sich in der Stadt noch nach Luxusproblem anhört könnte auf der Autobahn Leben retten. Und es könnte auch einem anderen Technik-Trend zum Durchbruch verhelfen: Dem autonom fahrenden Auto. Daimler schickte im Sommer eine autonome S-Klasse auf die Strecke zwischen Pforzheim und Mannheim, die einst Bertha Benz mit dem ersten Automobil fuhr. Audi forscht seit mehr als einem Jahr mit einer Lizenz in Nevada am autonomen Auto und selbst Internetgigant Google arbeitet seit längerem zum Thema. Nicht zuletzt die Feldversuche der TU Braunschweig haben gezeigt, dass es technisch grundsätzlich machbar ist. Ralf Guido Herrtwich, Forschungsleiter bei Daimler, warnt jedoch vor zu viel Euphorie: "Bei hohen Geschwindigkeiten und komplexen Situationen wird der Fahrer noch mindestens zehn Jahre beteiligt sein." Offen sind daneben noch zahlreiche rechtliche Fragen und auch die Infrastruktur müsste für einen fahrerlosen Verkehr verändert werden. Das gilt auch für das pilotierte Parken. Schon im Vorjahr auf der CES hat Audi auf einer Hotelanlage in Las Vegas einen A7 gezeigt, der vollkommen eigenständig eine Parklücke gesucht und rückwärts eingeparkt hat. Aber auch hier sei vor zu viel Euphorie gewarnt. Das Parkhaus des Casinos in Nevada war vollkommen abgesperrt und technisch umfangreich aufgerüstet. Der seriennahe A7 hätte das in einem normalen Parkhaus nicht geschafft. So schnell werden wir wohl leider von der Parkplatzsuche nicht erlöst werden. mam

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

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