Dieselautos : Keine Rückgabe bei verstopftem Partikelfilter

Dass Rußpartikelfilter in Dieselautos bei Kurzstreckenbetrieb verstopfen, ist ein Problem, das viele Fahrer kennen. Allerdings kann ein Käufer seinen Wagen deswegen trotzdem nicht zurückgeben.

Das hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) entscheiden. Ein Autofahrer hatte 2005 einen Opel Zafira Diesel mit Filter zum Preis von rund 26 500 Euro gekauft. Der Filter verstopfte mehrfach bei Kurzstreckenfahrten – denn erst bei schnellerer Fahrt entwickelt der Motor die nötige Temperatur, um die Rußpartikel im Filter abzubrennen. Diesel mit Rußfilter verfügen über Kontrolllampen, die auf die fällige Reinigungsfahrt aufmerksam machen. Der Zafira-Käufer gab an, dass sein Rußfilter mehrfach verstopfte, ohne dass die Lampe aufleuchtete. Außerdem hätte er den Diesel nicht gekauft, wenn er über die Verstopfungsgefahr bei Kurzstrecken informiert worden wäre.

Der BGH wies die Klage allerdings ab, soweit der Autokäufer in dem Filter einen Mangel gesehen hatte (BGH VIII ZR 160/08). Andere Dieselfilter arbeiteten nach dem gleichen System, begründeten die Richter die Entscheidung. Laut Sachverständigengutachten seien beim gegenwärtigen Stand der Technik alle Dieselpartikelfilter für einen überwiegenden Gebrauch auf Kurzstrecken nicht geeignet. Daher hätte der Käufer auch keine bessere Technik erwarten dürfen.

Der Fall des Opel-Fahrers wurde dennoch an das Oberlandesgericht Stuttgart zurückverwiesen. Es muss nun prüfen, ob die Kontrolllampe versagt hatte. Dies könnte dann ein objektiver Mangel des Wagens sein. dpa

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