EIN KONZERN, ZWEI MARKEN : Chevy und Opel – die ungleichen Töchter

Eine richtig gute Mutter ist General Motors nicht, denn sie behandelt ihre Töchter Opel und Chevrolet ganz unterschiedlich: Während Chevrolet (gehätschelt) seinen Anteil im Konzern in den vergangenen zehn Jahren von 35,6 auf 63,2 Prozent steigern konnte, schrumpfte Opel (ungeliebt) von 22,3 auf 14,9 Prozent. Seit 2005 werden in Europa Modelle des ehemaligen südkoreanischen Herstellers Daewoo, der von General Motors übernommen wurde, als Chevrolet verkauft. Und genau hier liegt ein hausgemachtes Problem von Opel/Vauxhall. Chevrolet darf auf den gesättigten Märkten in Europa viel günstigere Modelle mit ähnlicher Technik anbieten, während Opel/Vauxhall der Auftritt auf den Wachstumsmärkten China, Indien und Brasilien bislang verboten ist. Folge: Chevrolet wächst auf Kosten von Opel. Doch das für GM wichtige Entwicklungszentrum befindet sich nun mal in Rüsselsheim, und so wollen die Amis bis 2016 nun vier Milliarden Euro in Europa investieren – für neue Motoren und neue Modelle. Doch das Opel-Werk in Bochum wird 2015 definitiv geschlossen: ein merkwürdiger Zick-Zack-Kurs. rr

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

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