Auto : Eine letzte Mütze Sommer

Unterwegs im Alltag – heute mit einem Roadster, der diese Bezeichnung tatsächlich noch verdient

Auf den ersten Blick…

erklärt sich der Unterschied zwischen Revolution und Evolution: Dieser Roadster ist immer noch so schlichtschön wie der Erstling vor 20 Jahren. Natürlich hat Mazda den weltweit erfolgreichsten Zweisitzer seither zigmal geliftet: Die Klappscheinwerfer sind längst verschwunden, breiter ist er geworden und die Hutze auf der Haube ist stärker konturiert. Aber was die Designer im Laufe der Zeit auch anpackten, sie trugen Samthandschuhe: Ein MX-5 bleibt ein MX-5 bleibt ein MX-5.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

das unverdorbene, authentische Handling. Zu hart, sagt sie. Doch er findet das Fahrwerk klasse. Es killt die Verbindung zum Asphalt nämlich nicht, es stellt sie klipp und klar her. Die direkte Lenkung und die knackige Sechsgangschaltung tun vor und in Kurven ihr Übriges – wohl dem. Seit dem letzten Facelift ist der MX-5 komfortabler: Bessere Ablagen und Geräuschdämmung sind Serie, Bose-Anlage und Bluetooth-Freisprecher gehen extra.

Weniger Charme hat …

die Sitzposition. Wie gehabt kommen kleinere Fahrer prima zurecht; mit 1,85 Meter dagegen wünscht man sich eine tiefere Platzierung und Recaros, die zwischen den Wangen mehr Platz lassen. Der Zweiliter-Benziner mit seinen 160 PS macht Laune, wenn man ihn weit ausdreht. Mit dem Temperament und der Souveränität eines FSI im Audi TT kann er aber bei Weitem nicht mithalten.

Das spannendste Detail …

ist nicht neu, steht dem Wagen aber blendend: Die Stoffmütze wird per Hand entriegelt und mit einem Griff über den Kopf nach hinten gelegt. Auch zurück reicht ein Schwung – der jedoch braucht Wumms, damit das Dach sauber einrastet.

Unterm Strich die richtige Wahl für …

alle, die Respekt vor einer reifen Schönheit haben und auf überflüssigen Nippes gerne verzichten. Mazdas Roadster braucht kein Stahldach und kein Weichgummi – Fahrfreude reicht. eric

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben