• Einer für alle – Carsharing auf dem Vormarsch Immer mehr Menschen teilen sich Autos

Auto : Einer für alle – Carsharing auf dem Vormarsch Immer mehr Menschen teilen sich Autos

Gemeinschaftsautos werden immer beliebter. Die Anbieter von Carsharing haben im vergangenen Jahr einen Kundenzuwachs von mehr als 18 Prozent verzeichnet, berichtet der Bundesverband Carsharing (bcs). Aber was ist dran am geteilten Auto? Und wie geht das? Wir geben Antworten.

WAS IST CARSHARING?

Carsharing bedeutet erst einmal nur: ein Auto für mehrere Nutzer. Das können Freunde, Familien und Nachbarn unter sich organisieren. Es gibt es aber auch Firmen und Vereine, die diesen Dienst anbieten. Wer dort Mitglied ist, kann sich stunden-, tages- oder wochenweise Autos ausleihen. Die meisten Anbieter haben nicht nur Kleinwagen, sondern auch Kombis und Lieferwagen, manchmal sogar Cabrios im Programm.

FÜR WEN LOHNT SICH DAS?

Vor allem für Menschen, die das Auto nicht täglich benötigen. Geld spart in der Regel, wer nicht mehr als 10 000 Kilometer pro Jahr unterwegs ist. Für Familien kann Carsharing auch als Zweitwagenersatz lohnend sein.

WIE VIEL KOSTET CARSHARING?

Die Tarifstrukturen der Carsharing-Anbieter sind sehr unterschiedlich und daher schwierig zu vergleichen. Bei den meisten fällt eine Aufnahmegebühr an, manche wollen eine Kaution bei Eintritt. Einige Anbieter haben monatliche Grundgebühren. Für das Ausleihen eines Autos fallen eine Zeit- und eine Entfernungspauschale an, meist eine Gebühr pro Stunde, Tag oder Woche sowie ein Beitrag pro gefahrenem Kilometer.

WIE KOMME ICH ANS AUTO?

Das Auto buchen Carsharing-Nutzer per Internet oder Telefon. Die Autos lassen sich per Chipkarte öffnen, manchmal sind die Schlüssel in einem Tresor an der Mietstation deponiert. Abgerechnet wird oft über die Karte, teils minutengenau.

WAS KOSTET SONST NOCH?

Tanken, Pannen, Autoreparaturen und Versicherungen – all das muss der Car- sharing-Nutzer im Allgemeinen nicht beachten. Sind Inspektionen, TÜV oder AU fällig, kümmert sich der Anbieter darum. Das gleiche gilt fürs Tanken. Sollte der Sprit alle sein, ist Nachfüllen über eine Tankkarte möglich. Bei einer Panne mit einem Auto ist das Vorgehen bei den einzelnen Anbietern unterschiedlich. Oft jedoch wird ein Ersatzauto gestellt.

WORAUF SOLLTE ICH ACHTEN?

Um wirklich mobil zu sein, sollte die Buchungszentrale rund um die Uhr zu erreichen sein. Wichtig ist zudem die Zahl der Standorte. Prüfen sollten Interessenten den Service des Anbieters bei einer Panne. Wer sich mit Freunden oder Bekannten ein Auto teilen möchte, kann sich Musterverträge unter anderem beim Verkehrsclub Deutschland besorgen.

UND WER MACHT’S IN BERLIN?

Der Bundesverband Carsharing listet auf seiner Website www.carsharing.de vier Anbieter: Cambio, Stadtmobil, die Bahn und Sixti. Details zu den Angeboten gibt’s ebenfalls auf der Website.afp

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

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