Auto : Elegant im Strom der Fische

Mercedes zeigt Vision einer Luxuslimousine

Ein Ausblick auf die Luxuslimousine der Zukunft soll es sein, was Mercedes auf der IAA zeigt: Der F 700 genannte Prototyp soll mehr Komfort bieten als eine aktuelle S-Klasse und dabei weniger verbrauchen als mancher Kleinwagen.

Das Design des 5,18 Meter langen Forschungsfahrzeugs ist geprägt von fließenden Linien: Das soll die übliche Trennung zwischen Motorhaube, Passagierabteil und Kofferraum nahezu auflösen, ohne dass das Fahrzeug dabei zum Van wird. Inspiriert sei die „Aqua Dynamic“ genannte Formensprache von der Strömungsdynamik der Fische, heißt es bei Mercedes, Ergebnis soll ein geringer Luftwiderstand sein. Der F 700 ist etwas kürzer als die Langversion der aktuellen S-Klasse, der Radstand wurde aber um fast 30 Zentimeter auf 3,45 Meter gestreckt. Den Raumgewinn nutzt Mercedes für eine variable Bestuhlung, die vier Personen je nach Dauer und Zweck der Reise unterschiedliche Sitzpositionen ermöglicht – von der Konferenzbestuhlung bis zur Relax-Stellung im Liegesitz.

Hinzu kommt das adaptive Fahrwerk: Es tastet mit Laserstrahlen die Straße ab und hebt jedes einzelne Rad in wenigen Sekundenbruchteilen an, was für erlesenen Fahrkomfort sorgen soll. Ebenfalls wegweisend ist der Antrieb, bei dem Mercedes erstmals mit einem neuen Verbrennungsverfahren experimentiert, das die Vorteile von Diesel und Benziner vereint. Der Diesotto genannte Motor hat vier Zylinder und 1,8 Liter Hubraum, kommt aber mithilfe eines Turboladers auf 238 PS. Unterstützt von einem 20 PS starken Hybridmodul leistet der Wagen insgesamt 258 PS und beschleunigt den Luxusliner in 7,5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Der Verbrauch liegt bei 5,3 Litern Benzin auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 127 Gramm pro Kilometer entspricht.

Bis das Motorkonzept auf die Straße kommt, werden allerdings noch einige Jahre vergehen. Und: Den F 700 wird es in dieser Form vermutlich nie geben – doch einzelne Details sollen schon bald in Serienmodelle einfließen.dpa

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