Auto : Endlich mal keine Attrappe

Unterwegs im Alltag – heute mit einem echten SUV

Auf den ersten Blick …

staunen wir: Gar nicht so groß, der fünftürige Grand Vitara. Macht jedenfalls trotz viereinhalb Metern Länge und trotz glänzenden 18-Zöllern keine Angst wie ein Q 7. Inzwischen selten: Das Reserverad am Heck, hier in edel lackierter Schatulle. Der Suzuki ist optisch kein Angeber, das gefällt uns. Im gediegenen Inneren dominiert ein breiter Mitteltunnel – auch hier ist die Gestaltung ruhig und klar.

Pluspunkte gibt es vor allem für …

das Alltags-Fahren bis Tempo 140. Der Vitara rollt leise an wie ein Elektroauto, gleitet mit 100 km/h so sanft, wie man es sich von einem V6 wünscht, in einem SUV aber nicht erwartet. Über 140 km/h wird’s ungemütlich: Die Automatik arbeitet nervös, schaltet wahlweise spät oder unmotiviert. Über jeden Zweifel erhaben ist der Vitara als Schmuddelkind: Anders als die Cayennes und Touaregs ist er tatsächlich fürs Gelände gemacht. Seine Allradtechnik (sperrbares Mittendifferenzial, Reduktionsgetriebe, seit dem Facelift auch Bergabfahrhilfe) macht jede Steigung zur lustvollen Neigung und böse Senken zum genussvollen Gedenken. Dass ein Fahrwerk, das im Gelände glänzt, auf der Straße nicht das Ultimo an Komfort bietet, lässt sich dabei verschmerzen.

Weniger Charme hat …

der Blick auf die Tankuhr. Zwischen 12 und 16 Litern haben wir abgelesen – je nach Disziplin und Beschaffenheit der Off-Road. Übel ist die falsch herum angeschlagene Heckklappe. Sie öffnet nicht zum Bürgersteig hin. Die Hutablage ist sperrig, die Klima arbeitet grob.

Das spannendste Detail …

verbirgt sich im guten Navi von Clarion. Der letzte Kilometer zum Ziel wird in einzelnen Metern heruntergezählt – schau!

Unterm Strich die richtige Wahl für …

harte Jungs und harte Mädels, die sich von den Herstellern kein X für ein U vormachen lassen. Der kann dreckig lachen, wo andere fein Pause machen müssen – edel ausgestattet ist er trotzdem. eric

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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