Auto : Es sind Drillinge, Meister

Mit Nemo, Fiorino und Bipper weiten Citroën, Fiat und Peugeot ihre Zusammenarbeit in die kleinste Transporter-Klasse aus

Ingo von Dahlern

Aus eins mach drei. Wer einen Kleinsttransporter sucht, muss sich jetzt gleich mehrere neue Namen merken: Citroën Nemo, Fiat Fiorino und Peugeot Bipper. Hinter allen verbirgt sich bis auf unterschiedliche Dieselmotoren dasselbe Fahrzeug, das Fiat und PSA Peugeot Citroën zusammen entwickelt haben. Auch die Produktion läuft gemeinsam, nur verkaufen tut jeder unter seinem jeweiligen Markenzeichen.

Für beide Unternehmen ist das bereits seit 1981 ein Erfolgskonzept. Es startete mit Ducato und Co. bei Sevel Sud im süditalienischen Val di Sangro. Nun kommt als Abrundung nach unten die völlig neue Kleintransporterserie hinzu. Mit dem neuen Trio tritt ein besonders kompaktes, geräumiges und wendiges Modell an, das als flinker, langlebiger, wirtschaftlicher und preiswerter City-Transporter neue Maßstäbe in der kleinsten Transporterklasse setzen soll. Obwohl er gerade einmal 3,86 Meter lang ist, bietet er in seinem 1,52 Meter langen, beinahe würfelförmigen Laderaum Platz für 2,5 Kubikmeter Ladegut. Ausgestattet mit einem voll versenkbaren Beifahrersitz wachsen die Laderaumlänge auf 2,50 Meter und das Stauvolumen auf knapp 2,8 Kubikmeter. Die Nutzlasten liegen zwischen 500 Kilogramm für den Fiat Fiorino und 610 für den Citroën Nemo.

Zugang zum 1,18 Meter hohen und 1,52 Meter breiten Laderaum mit der nur 53 Zentimeter hohen Ladekante, der zwischen den Radkästen immerhin 1,05 Meter misst, bietet eine asymmetrische Heckflügeltür, die sich bis zu 180 Grad öffnen lässt. Zusätzlich lassen sich für beide Flanken 41 bis 64 Zentimeter breite Schiebetüren und für das Dach eine Reling ordern. Damit der Fahrer vor verrutschender Ladung geschützt ist, sind Trennwände mit und ohne Fenster sowie feste und mobile Trenngitter verfügbar. Besonders pfiffig ist die Kombination aus versenkbarem Beifahrersitz und Klapptrenngitter, das den Fahrerplatz seitlich vom Ladegut trennt.

Transporterfahrer verbringen viele Stunden hinterm Steuer. Das stellt Ansprüche an den Fahrerplatz, der beim neuen Trio von Fiat und PSA nicht nur überraschend geräumig und komfortabel, sondern auch optimal einstellbar und ergonomisch ist. Es gibt zahlreiche Ablagen und dank der weit ins Dach reichenden Frontscheibe und der großen Seitenscheiben optimale Sicht nach allen Seiten. Und: Obwohl in erster Linie Arbeitsgerät, bietet der neue Transporter Pkw-Komfort. Zur Serienausstattung gehören bei allen Servolenkung, ABS und Fahrerairbag. Zusätzlich ordern kann man Beifahrer- und Seitenairbags, elektrische Fensterheber, Funkzentralverriegelung, Geschwindigkeitswarner und Einparkhilfen. Optisch treten die drei mit kraftvoller Front, weit nach oben reichendem Stoßfänger, Seitenschutzleisten und großen Heckleuchten an.

Noch nicht verraten haben sowohl Fiat als auch PSA die Preise. Doch damit können sie nicht mehr lange warten, denn die PSA-Modelle sollen zum Jahreswechsel auf den Markt kommen. Fiat will mit dem Fiorino im Februar 2008 starten.

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