Akkulampen fürs Fahrrad : Auf Prüfzeichen achten

Die Dynamo-Pflicht für Fahrräder ist endlich zu Ende. Aber nicht jede Akku-Lampe ist auch rechtmäßig. Wer vor bösen Überraschungen sicher sein möchte sollte aber auf ein Prüfzeichen achten.

Leuchtet immer, aber nicht immer gesetzesgemäß: Akku-Lampen müssen ein Prüfzeichen haben.
Leuchtet immer, aber nicht immer gesetzesgemäß: Akku-Lampen müssen ein Prüfzeichen haben.Foto: dpa

Fahrradbeleuchtung muss eine amtliche Bauartgenehmigung haben - das gilt auch für Ansteckleuchten mit Akkus oder Batterien. Zugelassene Scheinwerfer und Rückleuchten erkennen Verbraucher an einem Prüfzeichen: "Das besteht aus einer Wellenlinie, dem Großbuchstaben K und einer fünfstelligen Zahl", erklärt Roland Huhn vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Das K stehe für Karlsruhe, wo im Lichttechnischen Institut für die Prüfung erfolge.

"Die Scheinwerfer müssen mindestens eine Beleuchtungsstärke von 10 Lux und eine bestimmte Lichtverteilung aufweisen", erläutert der ADFC-Rechtsreferent die Prüfkriterien. "Das Licht ist im Zentrum besonders hell und nimmt nach außen hin ab. Nach oben ist der Lichtstrahl abgeschnitten, damit Entgegenkommende nicht geblendet werden." Auf keinen Fall dürfe die Beleuchtung am Rad blinken. Scheinwerfer und Rückleuchten müssten außerdem gegen Staub und Nässe abgedichtet sein und auch auf Holperstrecken in Position bleiben. Eine Kontrollleuchte für den Batteriezustand sei ebenfalls Pflicht.

Händler in der Pflicht

"Händler, die Lichtanlagen ohne Prüfzeichen verkaufen, begehen eine Ordnungswidrigkeit", betont Huhn. Fehle das Prüfzeichen, sei das ein Mangel. Folglich könnten Kunden ungeprüfte Leuchten innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf beim Händler zurückgeben.

Am 1. August trat eine vom Bundesrat beschlossene Verordnung in Kraft, mit der die Dynamopflicht für Fahrräder fiel. Bislang mussten alle Velos außer Rennräder bis elf Kilogramm eine dynamobetriebene Lichtanlage haben. Durch die Verordnung werden Ansteckleuchten zur Alternative. Der Gesetzestext enthält zwar noch Unklarheiten im Wortlaut, die aber nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums "möglichst schnell geglättet" werden sollen. Angestrebt seien ein Änderungsentwurf zur Verordnung und in Kürze eine Kommentierung, die klarstelle, dass Ansteckleuchten zulässig sind.

Dazu sagt Roland Huhn: "Das Bundesverkehrsministerium scheint fest entschlossen, aufsteckbare Leuchten für alle Fahrräder ab sofort zu erlauben, auch wenn der Wortlaut der neuen Beleuchtungsvorschrift das eigentlich nicht hergibt." Radfahrer müssten nun jedenfalls nicht mehr befürchten, dass die Polizei Batterieleuchten beanstandet - "vorausgesetzt natürlich, dass die Leuchten das Prüfzeichen tragen." (dpa)

Das Rad, die Kunst und die Geschichte
Das Fahrrad als Kunstobjekt, als Subjekt der Zeitgeschichte und als Träger eines eigenen Designstils. Innovationen und technologischer Fortschritt dokumentiert es ebenso wie Geschmäcker und Bewusstsein verschiedener Epochen. Es ist Sportgerät, bringt aber auch normale Menschen in Bewegung. Unkonventionell und ambitioniert.Weitere Bilder anzeigen
1 von 22Foto: Bernhard Angerer
19.06.2013 12:04Das Fahrrad als Kunstobjekt, als Subjekt der Zeitgeschichte und als Träger eines eigenen Designstils. Innovationen und...
Abgefahren - Ihre unbeliebtesten Radstrecken
Immer wieder sieht es so aus im Bayerischen Viertel in Schöneberg: Kreuzungsbereiche wie die Regensburger Ecke Ansbacher Straße werden rücksichtslos zugeparkt. Morgens müssen sich Schulkinder zwischen den Autos durchdrängen. Besonders häufige Falschparker sind Mietwagen.Weitere Bilder anzeigen
1 von 492
heute 09:10Immer wieder sieht es so aus im Bayerischen Viertel in Schöneberg: Kreuzungsbereiche wie die Regensburger Ecke Ansbacher Straße...

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

16 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben