Das Mares CX 1.0 von Focus : Leichter ins Gelände

Offroad-Rennrad vom Feinsten: Das Mares CX 1.0 von Focus geht das Thema Cyclocrosser mit viel Hightech an. Eine Probefahrt mit dem 8 Kilogramm leichten Carbon-Rad...

Torsten Retzlaff
Leichtgewicht. Der Carbon-Cyclocrosser Mares von Focus wiegt nur 8 Kilogramm. Foto: Hersteller
Leichtgewicht. Der Carbon-Cyclocrosser Mares von Focus wiegt nur 8 Kilogramm.Foto: Hersteller

Acht Kilo – Das ist ein Gewicht für ein Fahrrad, das man eigentlich aus dem Rennrad-Bereich kennt. Doch auch Cyclocrosser wissen leichte Räder zu schätzen. Das verwundert wenig, wenn man den Sport kennt. Die wackeren Radler fahren mit ihren Räder über teils üble Waldwege, am Berg heißt es da schon mal absitzen und das Rad so flink es geht den Hügel hinauf tragen. Das ist der Pedalist froh über jedes Kilo, das er weniger auf dem Buckel hat.

Ausstattung vom Feinsten

Nun ist ja bekanntermaßen Brandenburg nicht gerade reichlich mit Hügeln gesegnet. Dennoch wollten wir mal den einen solch leichten Cyclocrosser, wie dem Focus Mares CX 1.0, probieren. Das Produkt aus Cloppenburg, das in der Hightech-Schmiede des Ex-Radprofis Mike Kluge, seines Zeichens Profiweltmeister 1992 und sechsfacher Deutscher Meister, entstanden ist, bildet derzeit im Segment so etwas wie die technologische Speerspitze, was Serienräder angeht. Wälder gibt es ja hingegen reichlich in Brandenburg und so stand einer ausgedehnten Testfahrt mit dem Offroad-Rennrad nichts mehr im Wege.

Die technischen Fakten vielleicht vorweg. Für einen 56er Rahmen gibt Focus das Gewicht des vollständig aus Carbon gefertigten Dreiecks mit 895 Gramm ohne Anbauteile an. Hinzu kommen fein austarierte Laufräder von DT Swiss ebenfalls aus Carbon, Scheibenbremsen an beiden Rädern und die Highend-Schaltgruppe SRam CX1. Sattel und Lenker werden von Fizik beigesteuert, der Vorbau und die Stütze bilden Concept CPX. Nur vom Feinsten, möchte man sagen. So entsteht das Gesamtgewicht von 8,3 Kilo für einen 56er-Rahmen, unser 58er dürfte nur unwesentlich schwerer sein.

Die Robustheit des Mares CX 1.0 ist überzeugend

So geht es denn erst mal in die Wälder des Fläming auf leichtes Geläuf. Kennzeichen von Cyclocrossern sind robuste Stollenreifen (Schwalbe Rocket), aber mit den Carbon-Laufrädern wollen wir lieber nichts riskieren. Sehr sportlich, aber dennoch ausreichend komfortabel ist die Sitzposition auf dem Mares CX. Der Lenker dürfte vielleicht eine Spur breiter für die Fahrt im Gelände sein, aber auf der Straße macht es die Rad-Fahrer-Kombination dafür umso kompakter. Seine Stärken kann das Mares aber dennoch im Gelände zeigen. Der märkische Sand stellt für die Stollenreifen kein größeres Hindernis dar, das Gewicht wird dort zum großen Vorteil. Die Übersetzung passt super für das flache Terrain in Brandenburg. Bei unserer zweiten Testfahrt im westdeutschen Mittelgebirge wäre die Nachrüstung eines kleinen Ritzel, montiert sind vorne ein 36er- und ein 46er-Kranz, wünschenswert.

Trotz einigen, aber leider zu wenigen, Testkilometern hat uns vor allem die Robustheit des Konstrukts überzeugt. Schnell gibt das Mares 1.0 Vertrauen durch seine Leichtigkeit und das Material zeigte sich in der Summe als sehr widerstandsfähig. So ist der Carbon-Crosser von Focus nicht nur was für Freunde der ausgedehnten und schnell gefahrenen Landpartie. Auch Stadtfahrer werden sich am Mares erfreuen können. Nur ist, in Berlin auf jeden Fall, mitnehmen statt anschließen angesagt. Denn der bunte Lack macht das Mares CX auffällig und auch die Rad-Räuber haben mittlerweile einen guten Geschmack. Ein Loch von 4899 Euro in der Haushaltskasse wäre dann doch ausgesprochen schmerzhaft.

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