Fahrrad wird zum Pedelec : Besser nicht umrüsten

Einfach mal auf Strom umsteigen - das scheint mit einem Nachrüstsatz für Fahrräder kein Problem zu sein. Experten raten allerdings eher davon ab.

Ein Test des ADAC und der Stiftung Warentest hat in diesem Jahr schon bei industriell gefertigten Rädern schlechte Ergebnisse erbracht. Daher rät auch der ADFC vom Nachrüsten ab.
Ein Test des ADAC und der Stiftung Warentest hat in diesem Jahr schon bei industriell gefertigten Rädern schlechte Ergebnisse...Foto: dpa

Aus einem gewöhnlichen Fahrrad ein Pedelec machen - dafür bieten einige Hersteller Nachrüstsätze mit Elektromotor an. "Wir können das aber nicht empfehlen", warnt Roland Huhn, Leiter Verkehr und Technik beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). "Es fällt schon den Herstellern schwer, ein sicheres Pedelec zu konstruieren." Eine Laie lässt davon besser die Finger. Durch den zusätzlichen Motor könne das Material zu stark belastet werden und ein Teil des Rahmens brechen. Im schlimmsten Fall verletzt sich der Radfahrer bei einem Sturz schwer.

Bei der Nachrüstung ist der Frontalantrieb erste Wahl, obwohl ein Mittelmotor eigentlich als beste Variante des Pedelecs angesehen wird, wie Huhn erklärt. Ein Mittelmotor könne aber nachträglich nur schwerlich an ein normales Fahrrad angebaut werden. "Man kann also gar nicht mit dem technischen Standard mithalten", so der Experte.

Durch einen nachgerüsteten Frontalantrieb würde die Federgabel stark belastet. Und die Bremsen müssten ein zusätzliches Gewicht von acht bis zehn Kilo durch den Motor aushalten. Wer Geld sparen möchte, sollte lieber sein altes Fahrrad in Zahlung geben und ein neuwertiges E-Bike direkt vom Hersteller kaufen, rät Huhn. (dpa)

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