Vorstellung: Ducati 1199 Panigale R : Das Streben nach Perfektion

Die "R"-Versionen der Ducati Superbikes waren schon immer wahre Traum-Bikes. Jüngstes Mitglied ist die Ducati 1199 Panigale R, die von Ducati Corse für die Superbike-WM eingesetzt wurde. Das Flaggschiff kommt mit zahlreichen technischen Weiterentwicklungen aus der Rennabteilung Ducati Corse daher. Die Ausstattung geht über die des "S"-Modells entscheidend hinaus.

Simone Henning-Langley
Mit unglaublicher Performance und technologischer Spitzenleistung will die neue 1199 Panigale R den Asphalt zum Glühen bringen.
Mit unglaublicher Performance und technologischer Spitzenleistung will die neue 1199 Panigale R den Asphalt zum Glühen bringen.Foto: Promo

Die neue 1199 R ist das absolute Flaggschiff der Panigale-Modellreihe von Ducati. Ihr Konzept beinhaltet hochentwickelte Komponenten für die Liebhaber schlagkräftiger Rennmaschinen. Zusätzlich führt sie eine Reihe von Verbesserungen ein, die ein Teil ständiger Weiterentwicklung und rascher Reaktion auf das Feedback der Kunden sind. Dies beinhaltet einen verbesserten Hitzeschutz für den Fahrer, die neueste Generation an Motormanagement-Mappings und Ride-by-Wire-Kalibrierung. Das "R"-Modell ist ebenso wie das fantastische Panigale "S"-Modell ausgestattet, besitzt ebenfalls das elektronische High-End-Fahrwerk von Öhlins, wartet aber darüber hinaus mit einer Reihe weiterer Features auf.

Während das Chassis nun mit einem verstellbaren Schwingendrehpunkt und zahlreichen gewichtssparenden Teilen aus Carbonfaser daher kommt, präsentiert sich der Motor mit Titan-Pleuel, die das Gewicht senken. Gleichzeitig verbessern die DLC-beschichteten Kipphebel und das überarbeitete Motor-Mapping die Beschleunigung des Superquadro-Motors und erlauben ein um 500 U/min höheres Drehzahllimit von 12.000 – eine technisch unglaubliche Leistung für einen 112 mm großen Kolben. Das Ausweiten des Drehzahllimits erlaubt auch eine kürzere Sekundärübersetzung durch die Verwendung eines Kettenrads mit 41 Zähnen (39 Zähne in der Panigale Standard und der "S"-Version), welches das Drehmoment am Hinterrad erhöht und die Höchstgeschwindigkeit nicht beeinflusst.

Agilität mit Leichtigkeit

Das neue Chassis der 1199 Panigale stellt Ducatis innovativen und mutigen Schritt nach vorn im Motorradbau dar. Das kurze und starke Aluminium-Monocoque wurde im Druckguss-Verfahren gefertigt. Das Zusammenführen mehrerer Teile zu einem kompakten und leichten Bauteil brachte auch eine Neubewertung der Fahrer-Haltung mit einem überarbeiteten ergonomischen Dreieck. Die extrem kompakte Monocoque-Bauweise integriert die Airbox zu einem der wichtigsten Elemente bei der Reduzierung des Trockengewichts um zehn Kilogramm zum neuen Benchmark von 165 kg. Das Chassis wird an den Zylinderköpfen des speziell entwickelten Motors befestigt, nimmt das Lenkkopflager auf und fungiert gleichzeitig als Airbox. Diese wird von dem 17 Liter fassenden Aluminium-Tank verschlossen und versiegelt. Mit diesem innovativen Konzept wird die Anzahl an Bauteilen und damit Gewicht eingespart. Damit gehen gleich zu Anfang zwei Rekorde auf das Konto der 1199 R: Das beste Leistungsgewicht und Drehmoment-zu-Gewicht-Verhältnis weltweit zeigen, welches Potenzial in Ducatis neuem Superbike steckt.

Mit dem Superquadro-Motor als tragendes Element ist es für fünf Kilogramm der gesamten Gewichtseinsparung verantwortlich. Dieser Superquadro ist der jüngste Meilenstein in der langen und legendären Geschichte von Ducatis Superbike-Motoren. Der innovative Motor – den Namen "Superquadro" erhielt er durch das massive Über-Quadrat-Maß im Bohrung-Hub-Verhältnis – liefert exorbitant mehr Leistung als jeder Serien-Zweizylinder vor ihm. 195 PS und ein Drehmoment von 132 Nm werden über die verschiedenen Riding-Modes an die Bedürfnisse und das jeweils herrschende Umfeld des Fahrers angepasst.

Nahezu optimale Gewichtsverteilung
Ducati entwickelte den Motor als volltragendes Element des Chassis. Die dabei berechnete Architektur bedeutet die bestmögliche Lösung in Sachen Layout, Gewichtsverteilung und Festigkeit. Während der Zylinderwinkel weiterhin – der Ducati-Tradition folgend – die typische 90 Grad L-Twin-Konfiguration aufweist, wurde der komplette Motor im Vergleich zum 1198er-Modell um sechs Grad nach hinten geneigt – der vordere Zylinder ist nun 21 Grad von der Horizontalen entfernt. Dieser Kniff der Ingenieure verschafft dem Vorderrad mehr Platz und ermöglichte es gleichzeitig, die Gewichtsverteilung zu verändern. Der Lenkkopfwinkel beträgt jetzt 24,5 Grad, der Nachlauf 100 mm. Die Einarmschwinge aus Aluminium-Druckguss ist direkt am hinteren Ende des Motors in einer verstellbaren Schwingenlagerung untergebracht. Daraus ergibt sich ein Radstand von 1.437 mm und eine Gewichtsverteilung von 52 Prozent vorne und 48 Prozent hinten mit einem durchschnittlich großen Fahrer an Bord.
Da die Abgasanlage unter dem Motor sitzt, konnte auch der Heckrahmen aus Aluminium-Druckguss deutlich leichter ausgeführt werden. Er ist ebenfalls direkt an den Superquadro-Motor montiert. Ein superleichter Hilfsrahmen aus Magnesium stützt sich auf das Monocoque und nimmt vorne Scheinwerfer, Instrumentierung und Verkleidung auf. Diese Kombination aus Gewichtsersparnis an diesen exponierten Stellen und die damit verbundene Zentralisierung der Massen trägt ganz wesentlich zur gesamten Agilität des Motorrads bei.

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