Welches E-Bike passt zu mir? : Strom, aber richtig

Erst gut überlegen, dann kaufen: E-Bikes machen Spaß, erleichtern den Weg zur Arbeit und sind als Packdrahtesel perfekt für den Stadtverkehr geeignet. Kein Wunder, dass das Angebot immer ausgefeilter und unübersichtlicher wird. Doch so praktisch sie auch sind - Bei der Neuanschaffung ist es wichtig, ein paar Dinge zu beachten, sonst kann schnell Frust aufkommen.

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Seit einigen Jahren boomt der Markt für Elektrofahrräder. Umso vielseitiger, aber auch unübersichtlicher ist auch das Angebot. Für jeden Geschmack gibt es das passende E-Bike.
Seit einigen Jahren boomt der Markt für Elektrofahrräder. Umso vielseitiger, aber auch unübersichtlicher ist auch das Angebot. Für...Foto: dpa

Spontan-Käufe sind nichts für die Anschaffung eines Pedelecs. Die Gefahr, dass das falsche Rad vor der Tür steht ist groß und kann schnell für Frust sorgen. Außerdem ist so ein Elektro-Rad nicht billig. Wer 1500 Euro und mehr auf den Tisch legt, der möchte auch das passende Produkt bekommen. Daher sollten vor dem Kauf ein paar wichtige Fragen gestellt werden.

Welcher Typ bist Du?

"Das Einsatzgebiet sollte klar sein", sagt Josef Arnaud vom Bike Market Concept Store in Tegel. "E-Bikes gibt es mittlerweile in vielen Facetten. Da ist es nicht einfach das richtige Rad zu erwischen." Das Rad müsse zu den Anforderungen passen. Dann kommt auch Freude beim Fahren auf. "Vor allem muss aber die Technik stimmen und sie muss verstanden werden", erläutert Arnaud weiter. Oft stünden Kunden bei ihm, die sich frustriert über die schwache Akkuleistung beklagen. Oft wurde beim Anfahren aus Versehen der schwerste Gang eingelegt. Genau wie der Mensch braucht auch ein E-Motor dann eine Menge Kraft zum Anrollen.

Qualitativ gute Technik, sowie das richtige Rad für den richtigen Zweck bringen zusammen den Fahrspaß. Wir haben zur besseren Orientierung vier Typen zusammengestellt, nach denen sich die Masse an E-Bikes auf dem Markt gut einordnen lässt:

TYP 1 - DER STADTMENSCH

Wie der Name schon sagt ist dieser Typus fast ausschließlich in der Stadt unterwegs. Entweder wohnt er in der Peripherie oder gleich mitten drin. Seine täglichen Wege beschränken sich auf eine Strecke von maximal 20 bis 30 Kilometer, oft sogar weniger. Er will stressfrei zur Arbeit fahren und vielleicht Abends noch ins Restaurant oder in die Szenebar.

Klein und kompakt: Cityräder sind facettenreich und bestechen durch ihre Alltagstauglichkeit. Ein praktischer Stadtflitzer ist zum Beispiel das Winora Town Exp mit Gussrädern und Scheibenbremsen.
Klein und kompakt: Cityräder sind facettenreich und bestechen durch ihre Alltagstauglichkeit. Ein praktischer Stadtflitzer ist zum...Foto: promo

TYP 2 - DER AUSFLÜGLER

Die Natur ist sein Refugium, die Ruhe auf dem Land sein Urlaub. Der Ausflügler lebt aufs Wochenende hin, wenn er seine ausgedehnten Touren fährt. Die sind gerne mal 60 Kilometer oder länger. Und er fährt gerne in Gesellschaft. In Gruppen ziehen die Ausflügler dann los, genießen Land und Leute und haben wenig Interesse an Wettrennen.

Je weiter desto besser: Räder wie das E-Hybride Trekking von Ghost sind leicht und bieten dank modernem Antrieb eine hohe Reichweite.
Je weiter desto besser: Räder wie das E-Hybride Trekking von Ghost sind leicht und bieten dank modernem Antrieb eine hohe...Foto: promo

TYP 3 - DER SPORTIVE

Wenn Sportive aufs Rad steigen, dann muss es rund gehen: Ausgedehnte Touren durch einsame Wälder, ein heißer Ritt den steilen Hang hinab oder die ausdauernde Rennradtour sind angesagt. Maximales Vergnügen in möglichst kurzer Zeit. Sportlich soll es auf jeden Fall sein, aber ein bisschen Rückenwind kann auch nicht schaden. Robust muss ein E-Bike für Sportive auf jeden Fall sein. Und es darf auch gut aussehen.

Mal auf der Straße unterwegs, mal im Gelände? Das Angebot an Mountainbikes wächst beständig. Ein Beispiel für die sportiven Alleskönner ist die RS-Serie von Flyer.
Mal auf der Straße unterwegs, mal im Gelände? Das Angebot an Mountainbikes wächst beständig. Ein Beispiel für die sportiven...Foto: promo

TYP 4 - DER RATIONALE

Das Rad ist der Ersatz für das Auto. Ein Gebrauchsgegenstand, der häufig benutzt wird. Die Strecken sind unterschiedlich lang. Je nachdem, was gerade ansteht. Manche pendeln jeden Tag zur Arbeit, anderen fahren nur um die Ecke zum Café oder zum zum Supermarkt. Auf jeden Fall muss auch mal etwas transportiert werden können.

Ein Rad für alle Fälle: Das Swing Hybrid City ist ein typisches Beispiel für einen guten Kompromiss zwischen Tourentauglichkeit und Flexibilität für die Stadt.
Ein Rad für alle Fälle: Das Swing Hybrid City ist ein typisches Beispiel für einen guten Kompromiss zwischen Tourentauglichkeit...Foto: promo

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
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