Falschparker : Nicht gleich abschleppen lassen

Fingerspitzengefühl beim Umgang mit Falschparkern: Oft ist der Einsatz eines Abschleppwagens unverhältnismäßig - nur in ganz bestimmten Fällen darf der Service verständigt werden.

Der Abschleppwagen darf nur in speziellen Fällen gerufen werden. Foto: dpa
Der Abschleppwagen darf nur in speziellen Fällen gerufen werden.Foto: dpa

Anwohner dürfen Falschparker nur abschleppen lassen, wenn diese die Grundstückseinfahrt tatsächlich blockieren. Ragt der Wagen lediglich ein wenig in die Einfahrt hinein, ist es unverhältnismäßig, gleich den Abschleppwagen zu rufen. Das gilt auch, wenn das Auto auf einer mit weißen Streifen gekennzeichneten Sperrfläche steht. "Nur wer den Verkehr tatsächlich behindert, darf auch abgeschleppt werden", erklärt Yasmin Domé, Anwältin beim Auto Club Europa (ACE). Könne die Ausfahrt hingegen trotz des Falschparkers ungehindert befahren werden, sei das Abschleppen nicht erforderlich.

Im Streitfall muss geklärt werden, ob ein parkendes Auto den Verkehr tatsächlich beeinträchtigt hat oder nicht. Den Nachweis hierfür muss zunächst der Anwohner erbringen, der den Abschleppwagen ruft. Gute Karten hat er dabei, wenn der Wagen auf eine gekennzeichnete Sperrfläche oder in den Kreuzungsbereich ragt. Denn dann müsse der Fahrer "meist davon ausgehen, dass eine Behinderung der anderen Verkehrsteilnehmer angenommen wird", erläutert die ACE-Expertin.

Ein Auto gilt bereits als falsch geparkt, wenn nur ein Karosserieteil über die Parkmarkierungen oder auf eine Sperrfläche ragt. Wo die Reifen sich befinden, spiele für die Beurteilung keine Rolle, stellt Domé klar. Unabhängig vom drohenden Abschleppen und den damit verbundenen Kosten könne ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 bis 25 Euro fällig werden. (dpa)

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