Feldversuch mit Leon und Altea XL : Seat macht in Strom

Mit zwei verschiedenen technischen Ansätzen geht die VW-Tochter Seat das Thema Elektromobilität an. Entweder Plugin-Hybrid mit Range-Extender oder reines Elektroauto, das wollen die Spanier in einem Flottenversuch herausfinden.

Beim Altea setzt Seat auf eine rein elektrische Lösung.
Beim Altea setzt Seat auf eine rein elektrische Lösung.Foto: Hersteller

Die VW-Tochter Seat startet in diesem Jahr einen Flottenversuch mit zwei Stromer. Als Versuchsträger dienen der Seat Altea - genauer der Prototyp Seat Altea XL Electric Ecomotive - sowie der Prototyp eines Plug-In-Hybriden auf Basis des Seat Leon.

Dieser sogenannte Leon TwinDrive Ecomotive kombiniert als innovativer Plug-in-Hybrid die Vorteile lokal emissionsfreien Fahrens mit der großen Reichweite des klassischen Verbrennungsmotors. Rein elektrisch können bis zu 52 Kilometer zurückgelegt werden. Im Normzyklus verbraucht der TwinDrive gerade mal 1,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer - das entspricht einem CO2-Wert von nur 39 Gramm pro Kilometer (Werksangaben). Sind die Batterien leer gefahren, sorgt der vorne eingebaute, die Vorderräder antreibende 1,4 Liter TSI Motor (115 PS) aus dem VW-Regal für zusätzliche Reichweite. Insgesamt kann man mit dem Seat Leon TwinDrive Ecomotive dann bis zu 900 Kilometer weit fahren.

Mit dem Altea XL Electric Ecomotive liefert Seat einen weiteren Technologieansatz: Mit einer Kapazität von 26,5 Kilowattstunden sind seine Batterien konzipiert für eine Reichweite von bis zu 135 Kilometer - wohl ausreichend für die allermeisten Mobilitätsanforderungen in einem urbanen Umfeld. 115 PS Leistung und ein Drehmoment von 270 Newtonmeter sorgen für ausreichende Dynamik.

Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 135 Stundenkilometer begrenzt. Ein aufwendiges Rekuperationssystem mit einstellbarer Bremswirkung optimiert die Energiebilanz. Der Elektro-Van bietet reichlich Platz für eine Familie oder eine kommerzielle Nutzung.

Wird der Altea XL Electric Ecomotive in der Sonne geparkt, helfen die Photovoltaik-Zellen auf seinem Dach bei der Lüftung des Fahrzeuginnenraums. Über eine spezielle App lassen sich außerdem zahlreiche Funktionen des Wagens online steuern: So kann das Auto per Handy-Fernbedienung vorklimatisiert werden, solange es noch an der Steckdose hängt. Das hilft dabei, die wertvolle Energie aus den Batterien für die Fortbewegung zu nutzen. Der komplette Ladezyklus der Batterie lässt sich über die App ebenso fernsteuern wie programmieren - zeitversetztes Laden zur Nutzung günstiger Nachtstromtarife ist hier denkbar. (dapd)

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben