Ford B-Max ohne B-Säule : Da fehlt doch was!

Dem Ford B-Max fehlt die Säule zwischen Vorder- und Hintertür: Eine gewagte Idee für ein Familienauto in Fiesta-Größe. Weniger sicher soll der Mini-Van jedoch dadurch nicht sein.

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Da fehlt doch was. Die fehlende B-Säule irritiert auf den ersten Blick. Auch die Kombination einer normalen und einer Schiebetür ist ungewöhnlich.
Da fehlt doch was. Die fehlende B-Säule irritiert auf den ersten Blick. Auch die Kombination einer normalen und einer Schiebetür...Foto: Hersteller

Den alten Slogan haben viele von uns noch im Kopf: „Die tun was“. Inzwischen gibt es ein neues Motto, mit dem Ford weltweit unterwegs ist: „Eine Idee weiter“. Was damit gemeint ist, kann in einem neuen Minivan besichtigt werden, der ab Oktober bei den Händlern steht: Der B-Max. Das Auto startet zu Preisen ab knapp 16 000 Euro und ist nur 4,10 Meter lang, weil es auf dem Fiesta basiert.

Ein konventioneller Kleinwagen ist der Neue allerdings nicht: Dafür baut er zu hoch und dafür hat er zu große Löcher – auf beiden Seiten. Die B-Säule fehlt. Zwischen Vorder- und Hintertüren ist einfach nur: Nichts. Junge Familien und ältere, freizeitaktive Menschen sollen die 1,50 Meter breite Lücke nutzen, um samt ihrem Equipment leichter ins Auto hinein- und wieder herauszukommen – das nämlich war der größte Wunsch derer, die Ford nach ihren drängendsten Wünschen befragt hat, bevor man in die Entwicklung des B-Max startete.

Ford rechnet mit fünf Sternen

Die Basis für den B-Max bildet immer noch der Ford Fiesta. Daher bleiben die Abmessungen des Van überschaubar.
Die Basis für den B-Max bildet immer noch der Ford Fiesta. Daher bleiben die Abmessungen des Van überschaubar.Foto: Hersteller

Tatsächlich verblüfft der Effekt, den Ford erreicht hat, gleich dreifach: Erstens erwartet man bei einem Auto im Fiesta-Format keine Schiebetür. Zweitens fügt sich genau diese Schiebetür derart harmonisch in die vordere Klapptür, dass man von innen gesehen annimmt, es müsse so sein. Und drittens schließt Ford nach Tausenden realer und virtueller Crashtests aus, dass die neuartige Türen-Kombi ein besonderes Sicherheitsrisiko darstellt – der Hersteller wartet jedenfalls stolz darauf, von den unabhängigen NCAP-Testern mit fünf Sternen ausgezeichnet zu werden. Um den Job, den für gewöhnlich eine B-Säule übernimmt – die Stabilität – kümmern sich im B-Max verstärkte Scharniere und Schlösser, hochfester Boron-Stahl in den Türrahmen und besonders starke Verbindungen der Türen zu Dach und Schwellern.

Für den B-Max gibt es schon jetzt mehr als zweitausend Vorbestellungen; ohne Ansicht, ohne Probefahrt. Offensichtlich gibt es einige, die auf so eine Erfindung gewartet haben – kann ja auch nerven, das Rein und Raus mit dem Kindersitz.

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