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Ford Galaxy aus zweiter Hand : Ein Traum von Raum

05.01.2013 14:07 Uhr
Man muss schon genau hinschauen beim Ford Galaxy. Aber mit ein bisschen Sorgfalt ausgewählt ist er ein solider Van mit ausgesprochen viel Platz.Bild vergrößern
Man muss schon genau hinschauen beim Ford Galaxy. Aber mit ein bisschen Sorgfalt ausgewählt ist er ein solider Van mit ausgesprochen viel Platz. - Foto: Hersteller

Mehr Platz geht kaum – aber was kann der Galaxy sonst noch? Der Ford im Gebrauchtwagen-Check.

Es gibt wenige Autos, die so viel Platz bieten wie der Ford Galaxy. Der Kölner Raumriese der zweiten Generation hat mit der ersten Ausgabe, also jenem mit dem VW Sharan und dem Seat Alhambra baugleichen Modell, nichts mehr zu tun, punktet aber nach wie vor mit seinen alten Stärken: Variabilität und Stauraum. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Und bei manchen Galaxys wird es düster.

Karosserie

Vier große Türen, eine riesengroße Heckklappe und bis zu sieben Sitzplätze bietet der Ford. Auf 4,82 Meter findet so die ganze Familie oder die halbe Fußballmannschaft der F-Jugend Platz. Die dritte Sitzreihe wird einfach hochgeklappt und anschließend wieder versenkt – sehr praktisch.

Deshalb ist der Galaxy der zweiten Generation (seit 2006) vor allem bei Familien beliebt. Denn es nur wenig Alternativen wie VW Sharan, Seat Alhambra, Peugeot 807, Renault Espace, Citroen C8 oder Chrysler/Lancia Voyager. Und im Vergleich zu seinen Mitbewerbern ist der Galaxy sogar noch einigermaßen sportlich abgestimmt, so dass sich das Familienoberhaupt nicht ständig wie Vati im Pampers-Bomber vorkommen muss. Die Sitze sind bequem, die Kopffreiheit riesig und das Armaturenbrett erinnert an eine Flugzeug-Kanzel. Wer den kühlen Alu-Look mag, fühlt sich im Ford sofort wohl.

Antrieb

Ford hat aus seiner Kooperation mit VW gelernt und bot ab 2006 den schweren Van mit mindestens 74 kW/101 PS an. Bei den Ottomotoren startet das Leistungsband bei 107 kW/145 PS und reicht bis zum seit 2010 angebotenen 2,0-Liter-Turbomotor mit 149 kW/203 PS. Eine vernünftige Wahl ist der vor zwei Jahren vorgestellte 1,6-Liter-Turbobenziner mit 118 kW/160 PS. Für Vielfahrer oder Familien, die mehr Drehmoment und geringen Verbrauch verlangen, ist ein Diesel aber die bessere Alternative.

Als Basis diente anfangs der brummige 1,8-Liter mit 74 kW/101 PS. Empfehlenswerter ist der 2,0-Liter-Vierzylinder mit 103 kW/140 PS, der den Galaxy zwar nicht zum Renner macht, aber bei fleißiger Schaltarbeit durchaus noch Fahrspaß bereitet. Außerdem ist der Motor für viele Kunden- und Flottenfahrzeuge bestellt worden und dementsprechend häufig auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden. Seit 2010 gibt es auch einen 2,2-Liter-Diesel, der bis zu 147 kW/200 PS leistet und den Kölner flott antreibt. Im häufigen Stadtverkehr kommt es bei den Dieseln immer wieder zu Ölverdünnungen, deshalb sollten die Ölwechsel-Intervalle akribisch eingehalten worden sein. Ein Blick ins Serviceheft gibt darüber Aufschluss. Bis auf die Basismotoren mit ihrem Fünfgang-Getriebe gibt es fast alle Varianten mit Sechsgang-Getriebe, beim stärksten Benziner ist eine Automatik Serie, die ansonsten auch optional erhältlich war. Auch eine Flexifuel-Variante mit Bioethanolantrieb gibt es, wenn auch selten.

Ausstattung und Sicherheit

Das muss man einfach posiitiv herausstellen: Der Ford Galaxy ist schon in der Basisausstattung mit den wichtigsten Helferlein ausgestattet. Beim EuroNCAP-Crashtest im Jahre 2006 schaffte der Raumriese damit fünf von fünf Sternen. Neben den Ausstattungsvarianten Trend und Ghia wird seit dem Jahre 2008 auch die Top-Variante Titanium angeboten. Anfangs gab es noch das Basis-Sondermodell Concept und die Variante Ambiente. Lederausstattung ist zwar nicht häufig anzutreffen, aber eine gute Wahl, wenn man oft mit kleinen Kindern unterwegs ist – Flecken lassen sich darauf schließlich einfacher entfernen als auf Stoff.

Qualität

Zwar wiegt der Galaxy in der Grundausstattung gut 1,7 Tonnen. Je nach Motor und Ausstattung können es aber auch gerne 1,9 Tonnen werden. Und mit voller Hütte wird der Kölner richtig schwer. Das geht nicht nur auf die Reifen (hoher Verschleiß), sondern auch auf die Gelenke. Beim TÜV-Mängelreport kritisieren die Prüfingenieure deshalb häufiger als bei der Konkurrenz ein viel zu hohes Lenkungsspiel. Auch die Auspuffanlage ist nicht besonders haltbar. Probleme bereiten dem Ford außerdem undichte Klimaanlagen, fehlerhafte Beleuchtung und ein möglicher Ausfall des Bremskraftverstärkers. Dazu gab es allerdings eine Rückrufaktion, die in den Service-Unterlagen vermerkt sein sollte. Dagegen sind die Bremsen auch noch nach fünf Jahren bissfest, auch wenn die Scheiben häufig dünner als bei den Mitbewerbern sind. Rost tritt nach fünf Jahren noch nicht auf.

Fazit

Wer ein großes Auto für die ganze Familie für unter 8.000 Euro sucht, ist mit dem Ford Galaxy der zweiten Generation schon auf der richtigen Spur. Doch sollten sich Interessenten unbedingt die heiklen Stellen wie Bremsscheiben, Beleuchtung, Reifenprofil, Auspuff und Lenkungsspiel genau anschauen. Eine Empfehlung ist der 2,0-Liter-Diesel mit manuellem Getriebe in der mittleren Trend-Ausstattung. (sppr)

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