Ford : Hauptsache anders

Die Kunden wollen es unverwechselbar, sagt Ford – und legt das Programm "Individual" auf.

Eric Metzler

Wenn wir zu diesem Artikel gleich mehrere Fotos stellen, erzählt das schon die Geschichte: Autokunden mögen es immer bunter, immer feiner, immer anders als der Nachbar. Individualität, da sind sich alle Hersteller einig, wird wichtiger. Ford reagiert darauf mit einem kompletten Programm: Ford Individual, eine Ergänzung der bekannten Ausstattungslinien, die am oberen Ende bislang bei Ghia oder Titanium endeten. Wer will, kann also nun noch eins draufsetzen: mit Ausstattungsdetails, die besonders edel oder besonders farbig daherkommen und je nach Gusto zusammengestellt werden können. Das ist das Entscheidende, sagt Ford: Auch wenn das neue Angebot auf Paketen basiert, muss am Ende kein Individual aussehen wie der andere. Rein theoretisch, dies nur der abstrusen Vollständigkeit halber, sind allein beim Fiesta 850 000 Konfigurationen möglich.

Fiesta? Das gibt einen Hinweis auf die zweite Besonderheit des Programms: Verschönert werden können nicht nur die großen Modelle, nein, schon beim Ka geht es los mit dem Stylen wie im Wohnzimmer. Bei diesem Mini fallen die Extras besonders knallig aus: Das Apfelgrün, in dem Sitze oder Mittelkonsole bepflanzt sind, hat schon in unserem Wohnzimmer für heillosen Spaß und vergiftete Komplimente gesorgt. Für die Außenhaut der Kompakten gibt es zudem Folien und Tattoos in verschiedenen Designs. Im Kuga oder im Focus liegt der Schwerpunkt auf der wertigen Anmutung spezieller, handgenähter Lederkombinationen; im Mondeo und den Vans Galaxy und S-Max lassen sich diese Design-Optionen außerdem mit Zusatz-Features wie DVD-Monitoren kombinieren.

Der S-Max war für Ford so etwas wie das Versuchskaninchen: Für ihn gibt es das Individual-Angebot schon seit Januar 2007. Seither stellt sich im Schnitt jeder elfte Käufer seinen S-Max à la carte zusammen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis Ford reagieren würde – zumal Fiat beim 500, der auf der gleichen Plattform wie der Ford Ka steht, eine prima Vorlage geliefert hat. Auch den italienischen Knubbel kann man bemustern oder bekleben, wie es einem beliebt: Bald blättern die Kunden in Autoprospekten so, als seien es Tapetenbücher. Eric Metzler

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar