Interview mit Formel-E-Fahrer Daniel Abt : Die Strecke in Berlin ist der beste Kurs bisher

Von der rein elektrischen Rennserie Formel E sind nicht alle Rennfahrer begeistert. Daniel Abt durchaus, denn der jüngste Fahrer im Starterfeld fühlt sich wohl im Cockpit seines Elektrofiltzers und glaubt an die Serie.

Daniel Abt in seinem Elektro-Rennwagen auf der Strecke bei der Formel E.
Daniel Abt in seinem Elektro-Rennwagen auf der Strecke bei der Formel E.Foto: dpa

Wie ist das, zum ersten Mal in Deutschland mit der Formel E zu fahren?

Das ist schon ein ganz besonderes Gefühl. Wir waren ja jetzt schon in Asien, Südamerika und zweimal in den USA. Aber mit der Formel E jetzt hier in Deutschland zu sein ist schon toll. Vor allem, weil wir in der deutschen Hauptstadt, in Berlin, fahren.

Alle Fahrer haben das gleiche Auto. Macht das die Rennen spannender als zum Beispiel in der Formel 1, wo seit Jahren immer ein Team dominiert?

Ich glaube, für das Racing ist das eine gute Sache. Die Autos sind schwer zu fahren. Bisher ging es bei jedem Rennen richtig eng zu. Man muss natürlich auf den Stadtkursen sehr aufpassen.

Wie ist der Charakter der Berliner Strecke?

Der Kurs ist sehr abwechslungsreich. Man merkt, dass es hier keine Vorgaben durch die örtlichen Gegebenheiten gab. Die Designer konnten den Kurs auf einer großen Fläche frei planen. Daher gibt es auch große Auslaufzonen an entscheidenden Stellen und 17 unterschiedliche Kurven. Ich persönlich finde, das ist der beste Kurs, den wir bisher hatten.

Daniel Abt (22) ist der jüngste Fahrer bei der Formel E.
Daniel Abt (22) ist der jüngste Fahrer bei der Formel E.Foto: Mike Wolff

Wie ist das Verhältnis zu dem Teamkollegen Lucas di Grassi? Ist die Konkurrenz so hart wie in der Formel 1?

Das Verhältnis zwischen mir und Lucas ist absolut kameradschaftlich. Er war ja schon bei der Entwicklung des Autos dabei, hat viel Erfahrung und ist ein wirklich netter Typ. Seine Erfolge bisher helfen auch mir. Es gibt keinen Neid, weil er im Klassement vorne liegt. Wir pushen uns gegenseitig. Wir sehen unsere Telemetriedaten und können uns daran orientieren.

Das Interview führte M. Mechnich.

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