Auto : Fußgänger

Weg ist nicht gleich weg – zumindest gilt das für den Führerschein. Denn die Fahrerlaubnis lässt sich auf unterschiedliche Arten und Weisen verlieren. Aber was bedeuten Entziehung, Führerscheinabnahme oder Fahrverbot?

Wenig bekannt, aber durchaus alltäglich ist zum Beispiel: Auch Verwaltungsbehörden dürfen die Fahrerlaubnis entziehen, wenn sie den Fahrer für ungeeignet halten, ein Kraftfahrzeug zu führen. Allerdings gibt es dafür keinen Rahmenkatalog, es kommt auf den Einzelfall an. In Gefahr ist zum Beispiel unter Umständen ein Autofahrer, der wiederholt mit vergleichsweise geringen Überschreitungen innerhalb eines kurzen Zeitraums geblitzt worden ist und bereits eine Vorstrafe wegen zu schnellen Fahrens hatte. Auch bei Drogendelikten greift oft diese Regelung, der Betroffene muss sich einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung unterziehen – dem „Idiotentest“.

Ein einfaches Fahrverbot ist dagegen eher ein geringes Problem. Verhängt wird es beim Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit innerorts um 30 km/h. Die Verbotsfrist beginnt am Datum der Führerscheinabgabe. Nach Ablauf erhält man seinen Führerschein automatisch wieder zurück, ohne eine erneute Prüfung absolvieren zu müssen.

Im Gegensatz zum Fahrverbot führt eine Entziehung der Fahrerlaubnis zu ihrem Erlöschen: Wenn etwa eine Verkehrsstraftat vorliegt, kann der Richter neben Geld- oder Haftstrafe auch den Führerschein einkassieren. Der Verurteilte ist dann nicht mehr berechtigt, ein Fahrzeug zu führen und zwar ab dem Zeitpunkt, an dem das entsprechende Urteil gefällt wird. In bestimmten Fällen kann die Fahrerlaubnis auch direkt nach der Tat vorläufig entzogen werden.

Und: Wenn die Polizei den Führerschein an Ort und Stelle kassiert, etwa bei Alkoholdelikten, muss sie ihn auf Antrag binnen drei Tagen wieder zurückgeben. Zumindest dann, wenn kein Entziehungsverfahren eingeleitet wird. ddp

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar