Der BMW Z3 als Gebrauchter : Zuverlässiger Zweisitzer

Die Roadster sind eine kleine, aber feine Nische im Automarkt, die erst Mitte der neunziger Jahre wiederentdeckt wurde. Dort hat sich dann der BMW Z3 breit gemacht, der nicht mit seinen zahlreichen Verkäufen Berühmtheit erlangte. Er wurde auch zum Filmstar.

Macht auf der Leinwand und als Gebrauchter eine gute Figur: Der BMW Z3.
Macht auf der Leinwand und als Gebrauchter eine gute Figur: Der BMW Z3.Foto: dpa

Der Z1 war nur der Vorreiter und mit einem Startpreis von 83 100 Mark für viele unerschwinglich. Er traf aber offenbar den Nerv der Zeit - zumindest gemessen an den vielen Vorbestellungen, welche die gebauten Stückzahlen weit übertrafen. Dann brachte BMW Mitte der Neunziger den Nachfolger Z3, einen weniger radikalen und günstigeren Zweisitzer mit normalen statt versenkbaren Türen und einer Karosserie aus Blech statt Kunststoff. Der Wagen ist Autotechnikern und Prüfingenieuren fast nur positiv aufgefallen.

Längst wird der Z3 wegen immer geringerer Stückzahlen auf der Straße nicht mehr in der ADAC-Pannenstatistik geführt, doch seinerzeit belegte er dort Plätze im vorderen Feld. Am ehesten mit Makeln behaftet gelten die Baujahre 1997 bis 1999. Hier notierte der Club überhitzte und defekte Motoren, defekte Zylinderkopfdichtungen (beides 1997/98) sowie Störungen der Einspritzanlage (1999). Die Verarbeitung des Z3 gilt als gut, wenngleich erste Exemplare des in den USA gefertigten Autos teils schlampig montiert wurden und dem ADAC einige wenige undichte Verdecke gemeldet wurden.

BMW Z3 im Einsatz für James Bond

Positive Töne gibt es auch von den Prüfständen: Bei der Kfz-Hauptuntersuchung entpuppt sich die Baureihe "mittlerweile als Langzeitauto", heißt es im „TÜV Report 2014“. Am ehesten noch machte der Dienstwagen von James Bond aus "Golden Eye" von 1995 mit teils gebrochenen Sitzen, defekten Thermostaten und leckenden Wärmetauschern Probleme. Das war es aber auch schon.

Nach seinem Einsatz im Bond-Streifen kam der Z3 1996 auf den Markt. 1998 folgte das Z3 Coupé, das mit seinem Shooting-Brake-Heck dem Trend weit voraus war. Ein Facelift folgte 1999, bevor der Roadster mit dem guten Handling 2002 auslief und durch den Z4 abgelöst wurde.

Als Einstiegsmotor baute BMW dem Z3 zunächst einen 1,8-Liter-Vierzylinder mit 85 kW/115 PS ein, später folgte ein 1,9- Liter mit 87 kW/118 PS. Daneben wurde der Z3 mit einem Zweiliter-Motor in zwei Leistungsstufen mit 103 kW/140 PS und 110 kW/150 PS angeboten. Sechszylinder spendierten die Bayern dem Zweisitzer auch: Das 2,2-Liter-Aggregat kommt auf 125 kW/170 PS, der ebenfalls verbaute 3,0-Liter-Motor auf 170 kW/231 PS. Die M GmbH steuerte das Sportmodell M Roadster mit 239 kW/325 PS bei.

Mittlerweile sind die jüngsten Exemplare des letzten Baujahrs bereits zwölf Jahre alt. Damit rutscht der Wagen fast schon aus der Schwacke-Liste heraus, die nur Autos aufnimmt, die nicht älter als zwölf Jahre sind. Demnach müssen für einen Z3 Roadster 1.9i von 2002 mit dem 118-PS-Motor noch rund 8750 Euro eingeplant werden. Für einen gleich alten M Roadster werden noch um die 14 550 Euro fällig. Schwacke geht in beiden Fällen von einer Laufleistung von im Schnitt 118 950 Kilometern aus. Als Coupé 3.0i mit 170 kW/231 PS wird der Z3 noch mit 13 000 Euro und 141 000 Kilometern auf dem Tacho gelistet. Obwohl noch zwölf Jahre vom Oldtimer-Status entfernt, ist der Z3 schon heute fast ein Klassiker - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Preisentwicklung. (dpa)

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