Der Ford Fusion als Gebrauchter : Standfestes Mauerblümchen

Äußerlich blass - aber konsequent: Der Ford Fusion fällt nicht groß auf, weder positiv noch negativ. Ein richtig solides Auto - aber kleine Macken hat der Minivan dann doch.

Robuster Minivan: Der Ford Fusion auf Fiesta-Basis macht seinen Haltern Experten zufolge wenig Kummer.
Robuster Minivan: Der Ford Fusion auf Fiesta-Basis macht seinen Haltern Experten zufolge wenig Kummer.Foto: dpa

Es gibt Autos, die gehören einem beliebten Segment an, sind aber doch eher Mauerblümchen. Der Minivan Ford Fusion ist so ein Fall. Mag sein Äußeres etwas blass sein - der Wagen ist konsequent. Denn auch mit Blick auf Mängel verhält er sich unauffällig. Es gibt kaum welche. Die Prüfingenieure bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) überzeugt der Van auf Fiesta-Basis, und die Pannenhelfer ruft er vergleichsweise selten auf den Plan.

Bei den HU-Prüfterminen fielen in Sachen Fahrwerk erst siebenjährige Exemplare mit defekten Achsfedern auf, ist im „TÜV Report 2014“ zu lesen. Ebenfalls erst bei älteren Fahrzeugen macht das Licht mit verstellten Frontscheinwerfern Probleme. Die Bremsen hingegen seien mustergültig.

Probleme mit dem Katalysator

Dem ADAC sind vor allem Exemplare der Baujahre 2002 und 2003 aufgefallen. Diesel von 2003 haben demnach öfters Probleme mit der Einspritzanlage, auch undichte Kraftstoffleitungen stellten die Pannenhelfer fest. Bei Selbstzündern von 2004 ging teils der Katalysator kaputt. Probleme mit der Einspritzanlage gab es auch bei Benzinern (2003). Insgesamt ist der Ford Fusion aber auch nach Einschätzung des ADAC ein sehr solides Auto.

Der für einen Minivan mit gut vier Metern recht kurze Fusion wurde Mitte 2012 eingestellt, er machte nach zehn Jahren am Markt Platz für den moderner gezeichneten B-Max. 2005 überarbeitete Ford den Fusion leicht, das Facelift brachte Änderungen an Front und Heck sowie breitere Seitenschutzleisten und Retuschen im Innenraum. Eine zweite Modellgeneration wurde nie aufgelegt.

Junger Diesel günstig zu haben

Motorenseitig bot Ford den Fusion ab 2005 mit einem für damalige Verhältnisse recht sparsamen 1,25-Liter-Benziner mit 55 kW/75 PS an, der im Schnitt 6,5 Liter benötigt (CO2-Ausstoß: 154 g/km). Daneben gab es Ottomotoren mit 59 kW/80 PS und 74 kW/100 PS. Mit nahendem Ende der Baureihe dampfte der Hersteller das Antriebsprogramm ein: So gab es ab 2011 keine Dieselmotoren mehr. Die beiden zuvor angebotenen Vierzylinder kommen auf 50 kW/68 PS und 66 kW/90 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt kostet ein Ford Fusion laut dem Branchendienst Schwacke mindestens 2100 Euro. Zu diesem Preis sollte ein Fusion 1.4 Ambiente mit 59 kW/80 PS starkem Benziner aufzutreiben sein, der um die 151 200 Kilometer hinter sich hat. Das Ende der Preisskala ist mit dem Fusion 1.6 Trend von 2012 mit 74 kW/100 PS erreicht, der in der Schwacke-Liste noch mit 10 400 Euro geführt wird (30 300 Kilometer). Das junge Dieselmodell Fusion 1.6 TDCI Style von 2010 mit 66 kW/90 PS kostet noch etwa 7350 Euro (64 800 Kilometer). (dpa)

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