Der Hyundai i20 als Gebrauchter : Von den Bremsen ausgebremst

Der Hyundai i20 ist einer der beliebtesten Importwagen unter den Kleinen. Mit dem Start des Getz-Nachfolgers 2009 haben sich die Koreaner als wichtiger Importeur etabliert. Gebraucht zeigt der i20 allerdings zwei wichtige Schwachstellen.

VW-Polo-Konkurrent aus Korea: Deutlich markanter als der Vorgänger Getz kam ab 2009 der i20 daher.
VW-Polo-Konkurrent aus Korea: Deutlich markanter als der Vorgänger Getz kam ab 2009 der i20 daher.Foto: dpa

Ein Kleinwagen aus Korea für Europa: Hyundai gelang mit dem Getz im Jahr 2002 ein echter Verkaufserfolg. Der Nachfolger i20 setzte das fort und war zudem deutlich interessanter gestaltet. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) jedoch macht der i20 nicht nur Freude. Und auch die Pannenhelfer des ADAC haben eine Schwachstelle ausgemacht.

Hauptproblem bei der HU sind laut dem „TÜV Report 2015“ die Bremsen. Höher als der Durchschnitt liege die Mängelquote nicht nur bei der Betriebs- sondern auch bei der Feststellbremse. Zudem seien die Bremsscheiben anfällig, moniert die Zeitschrift. Ansonsten fällt lediglich die Lichtanlage bei dreijährigen Exemplaren öfter negativ auf.

Zu schwache Batterien

Der ADAC musste häufiger ausrücken, weil die Batterie des i20 offenbar zu schwach dimensioniert ist. Insbesondere jüngere Fahrzeuge der Baujahre 2009 bis 2012 blieben öfter wegen eines entladenen Akkus liegen. Weitere Probleme gab es mit dem Zündkabel und mit feuchten Zündkerzen. Bei Fahrzeugen des Baujahres 2012 machte auch die Lambdasonde gelegentlich Ärger. 2013 wurde das laut den Pannenhelfern jedoch behoben.

Seit dem Jahr 2009 ist der VW-Polo-Konkurrent Hyundai i20 auf dem Markt, 2012 wurde er zuletzt überarbeitet. Wer sich für den Getz-Nachfolger begeistern kann, bekommt wahlweise ein dreitüriges oder fünftüriges Auto mit recht sparsamen Motoren, die allerdings nicht gerade wegen ihrer sportlichen Qualitäten berühmt sind. Das Fahrwerk indes gilt als fein abgestimmt und durchaus auf einem Niveau mit der deutschen Konkurrenz.

Wenige Motoren im Angebot

Das Motorenangebot des i20 ist nicht besonders umfangreich, bietet aber mit einem 1,6-Liter-Benziner immerhin bis zu 93 kW/126 PS. Kleinster Ottomotor ist der 1,2-Liter mit 57 kW/78 PS, der ab 2012 63 kW/86 PS leistete. Bei den Dieseln gibt es seit dem Baujahr 2012 nur noch die Motorisierung blue 1.1 CRDi mit mageren 56 kW/75 PS, die aber mit einem geringen Normverbrauch von 3,2 Litern glänzt (CO2-Ausstoß: 84 g/km). Zuvor gab es auch deutlich kräftigere 1,6- und 1,4-Liter-Modelle, die mit 85 kW/116 PS und 66 kW/90 PS aufwarteten und den kleinen Selbstzünder vor allem dank ihres höheren Drehmoments abhängen.

Den Einstieg bei dem koreanischen Kleinwagen markiert auf dem Gebrauchtmarkt der Hyundai i20 1.2 Classic, der aus dem Baujahr 2009 laut Schwacke-Liste rund 5200 Euro kostet. Die durchschnittliche Laufleistung beträgt dann 68 000 Kilometer. Ein i20 1.4 Style (74 kW/101 PS) des Baujahrs 2013 schlägt noch mit etwa 11 450 Euro zu Buche (20 000 Kilometer), der nur bis 2010 angebotene i20 1.6 Style sollte aus seinem letzten Baujahr für 8350 Euro als Dreitürer zu haben sein (56 000 Kilometer). Die kräftige Diesel-Version i20 1.6 CRDi von 2010 listet Schwacke mit 6650 Euro (82 400 Kilometer). (dpa)

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