Der Opel Agila als Gebrauchter : Der macht keinen Ärger

Klein, aber fein: Der TÜV-Report lobt den Opel Agila für seine Beständigkeit - der Minivan überzeugt mit Qualität und guten Fahreigenschaften.

Der Opel Agila gilt als recht unanfällig für Pannen und macht auch bei der Kfz-Hauptuntersuchung eine gute Figur.
Der Opel Agila gilt als recht unanfällig für Pannen und macht auch bei der Kfz-Hauptuntersuchung eine gute Figur.Foto: dpa

Hohes Dach, kurze Karosserie: Das ist der erste Eindruck, den der Opel Agila auf den Betrachter macht. Der Minivan ist die kleinste Baureihe der Rüsselsheimer Marke und keine schlechte Wahl für Autofahrer, die die Wendigkeit im Stadtverkehr mit vergleichsweise großzügigem Raumgefühl kombinieren möchten. Und auch in technischer Hinsicht spricht nichts gegen den mit dem Suzuki Splash baugleichen Wagen.

„Er macht wenig Ärger“, lautet das Fazit, das im „TÜV Report 2014“ über den Agila gezogen wird. Das Fahrwerk sei überdurchschnittlich solide, auch Rost sei kein Problem für den Kleinwagen - bis auf Korrosion am Tank des Agila A bei älteren Exemplaren. Überdurchschnittlich häufig auftretende Mängel sind selten, bei der Hauptuntersuchung (HU) wird beim Agila B allerdings vergleichsweise oft eine unzureichende Wirkung der Fußbremse ab dem Alter von fünf Jahren festgestellt.

Neuausrichtung 2008

Auch der ADAC stuft den Wagen positiv und nahezu frei von Mängeln ein. Bei Fahrzeugen bis Baujahr 2007 streikt demnach nur öfters mal die Benzinpumpe. Einen Rückruf habe es 2008 wegen fehlerhafter Abdeckungen des Beifahrerairbags gegeben.

Opel und Suzuki machen bereits seit der ersten Fahrzeuggeneration gemeinsame Sache: Schon der Agila A von 2000 war baugleich mit dem Minivan der japanischen Marke, der damals noch als Wagon R angeboten wurde. Mit dem Generationswechsel im Jahr 2008 benannte Suzuki das Auto in Splash um, Opel blieb bei der Bezeichnung Agila. In beiden Fällen wurde der Stil des Wagens neu ausgerichtet - vom Kleinwagen-Kasten zum um rund 20 Zentimeter auf 3,74 Meter gewachsenen, abgerundeten und leicht in der Höhe reduzierten Stadtflitzer, der nun weniger an einen Van erinnert.

Agila von 2012 ab 9650 Euro

Mit Blick auf die Motorisierungen sind die beiden Autogas-Versionen der zweiten Modellgeneration mit 48 kW/65 PS starkem Dreizylinder und 63 kW/86 PS starkem Vierzylinder eine Besonderheit. Sie laufen wahlweise mit LPG und Benzin. Die reinen Benziner leisten je nach Generation und Baujahr 43 kW/58 PS bis 69 kW/84 PS. Der einzige Dieselmotor, mit dem der Agila A ausgeliefert wurde, kommt auf 51 kW/70 PS. Die zweite Generation fährt mit einem 55 kW/75 PS starken Selbstzünder, der aber 2010 aus dem Programm genommen wurde.

Ab einem Alter von zwei Jahren ist im Prinzip jeder Agila, der als Neuwagen aktuell mit maximal knapp 16 000 Euro in der Preisliste steht, für unter 10 000 Euro zu bekommen. Der Branchendienst Schwacke nennt für den Agila 1.2 Ecoflex Start/Stop-Edition mit 69 kW/94 PS von 2012 als Richtpreis 9650 Euro und geht dabei von einer durchschnittlichen Laufleistung von 25 850 Kilometern aus. Für rund 5750 Euro sollte ein Agila 1.0 Edition mit dem 48 kW/65 PS starkem Dreizylinder von 2008 aufzutreiben sein (62 250 Kilometer). Das gleiche Auto als LPG-Version von 2010 führt Schwacke mit 6800 Euro. Etwa 6050 Euro kostet ein Agila 1.3 CDTI DPF Edition mit Dieselmotor von 2009 (91 500 Kilometer). (dpa)

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