Der Opel Zafira als Gebrauchter : Viel Platz und viele Schwächen

Der Opel Zafira ist als Familienauto wegen seiner großzügigen Platzverhältnisse beliebt. Als Gebrauchter gibt er allerdings ein durchwachsenes Bild ab.

Der Opel Zafira bietet innen viel Platz und ein flexibles Sitzsystem - der Wagen zählt laut dem "TÜV-Report 2013" aber nicht gerade zu den zuverlässigsten Autos.
Der Opel Zafira bietet innen viel Platz und ein flexibles Sitzsystem - der Wagen zählt laut dem "TÜV-Report 2013" aber nicht...Foto: dpa

Der Opel Zafira war bei Familien immer schon wegen seines flexiblen Sitzbanksystems begehrt. In der neusten Auflage, die Anfang 2012 mit dem Beinamen Tourer auf den deutschen Markt kam, gehören zwar nur noch fünf Plätze zur Serienausstattung. Opel hält den Vorgänger als Zafira Family aber weiter im Programm. Wer sich für einen Gebrauchten aus dieser Generation interessiert, muss allerdings häufiger mit Pannen rechnen.

Der "TÜV-Report 2013" attestiert dem Wagen "viel Licht und auch allerlei Schatten". Die TÜV-Prüfer mahnen: Bei einem Zafira aus zweiter Hand sollten die teuren Bremsscheiben und der Auspuff neu sein. Bei den Hauptuntersuchungen (HU) fiel das Auto überdurchschnittlich oft durch ausgeschlagene Lager an der Vorderachse auf. Die Bremsscheiben aller Jahrgänge seien häufig eingelaufen. Die Prüfer bemängeln darüber hinaus kurzlebige Auspuffanlagen und undichte Kraftstoffanlagen. Die zweite Fahrzeuggeneration verliert zudem häufiger Öl.

Problematische Partikelfilter

In der ADAC-Pannenstatistik taucht die dritte Generation zwar noch nicht auf, der Zafira B zumindest belegt aber einen hinteren Platz. Dafür seien hauptsächlich die Generator- und Partikelfilterprobleme verantwortlich. Defekte Turbolader gab es bei 1.9 CDTI-Motoren, die bis September 2006 gebaut wurden. Die gleichen Aggregate fielen durch defekte Lichtmaschinen und Schaltprobleme beim Automatikgetriebe negativ auf. Verstopfte Partikelfilter machten bei Exemplaren bis November 2007 Ärger. Probleme mit der Abgasrückführung zeigten auch die 1,6-Liter-Benziner bis Ende 2005.

Der Zafira (Typ A) kam 1999 auf den Markt. Es folgte die Erdgasversion CNG und 2003 eine Modellpflege mit hauptsächlich optischen Upgrades. 2005 brachte Opel die zweite Generation (Typ B) auf den Markt, die 2008 noch einmal ein Facelift bekam. Der neue Zafira Tourer wird seit Anfang 2012 angeboten, der Basispreis blieb unverändert. Gemeinsam ist allen Modellen das versenkbare Sitzsystem.

Turbobenziner ab 12 159 Euro

Für den Opel Zafira gibt es Benzin-, Diesel-, Erdgas- und Autogasantriebe. Die Ottomotoren der für Gebrauchtwagenkäufer interessanten zweiten Auflage kommen auf 77 kW/105 PS bis 177 kW/240 PS. Die Dieselmotoren decken ein Leistungsspektrum von 74 kW/ 100 PS bis 110 kW/150 PS ab. Mit Erdgasantrieb kommt der Zafira B maximal auf 110 kW/150 PS, mit Autogasantrieb auf 103 kW/140 PS.

Für einen leistungsstarken Benziner wie den Zafira 2.0 Turbo Cosmo von 2008 mit 147 kW/200 PS werden laut Schwacke-Liste noch um die 12 150 Euro fällig. Dann sollte der Wagen aber nicht mehr als 81 800 Kilometer hinter sich haben. Der Zafira 1.9 CDTI Automatik Selection von 2010 mit 88 kW/120 PS starkem Selbstzünder kostet noch etwa 10 350 Euro (68 900 Kilometer). Aus der neuen Generation ist zum Beispiel der Zafira Tourer 2.0 CDTI ecoFLEX Start/Stop Sport von 2012 mit 121 kW/165 PS für 22 300 Euro zu bekommen (32 800 Kilometer). (dpa)

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