Der Peugeot 107 als Gebrauchter : Kein Spaßverderber

"Die Ingenieure haben einen guten Job gemacht" urteilt der TÜV über den Peugeot 107 - der Vorgänger vom neuen 108 überzeugt mit Beständigkeit - ohne viel Schnickschnack.

Wenn die Bremsscheiben nicht wären: Die recht häufig verschleißenden Bauteile sind das größte Manko des Peugeot 107. Das Fahrwerk dagegen hält lange durch. Foto: dpa
Wenn die Bremsscheiben nicht wären: Die recht häufig verschleißenden Bauteile sind das größte Manko des Peugeot 107. Das Fahrwerk...Foto: dpa

Seit kurzem ist der Peugeot 108 auf dem Markt. Sein Vorgänger, der noch unter der Ziffer 107 verkauft wurde, gehört jetzt gewissermaßen zum alten Eisen. Der Generationswechsel ist in der Regel kein schlechter Zeitpunkt, einen Gebrauchtwagen zu kaufen, denn dann bekommt der Preisverfall beim alten Modell meist noch einmal einen Schub. Beim 107 geht die Rechnung noch aus einem anderen Grund auf: Der französische Kleinwagen gilt als solide.

Wenig Grund zur Kritik

„Die Ingenieure haben zum größten Teil einen guten Job gemacht“, resümiert der „TÜV Report 2014“ über den Peugeot 107. Größtes Manko des Kleinwagens sind demnach die Bremsscheiben, die bei der Kfz-Hauptuntersuchung deutlich häufiger als bei anderen Fahrzeugen der Klasse negativ auffallen. Bis auf öfters verstelltes Abblendlicht gebe es ansonsten nicht viel zu kritisieren, vor allem das Fahrwerk zeige sich immer wieder in einem Topzustand.

Auch der ADAC hat nicht viel auszusetzen am 107, der ein vergleichsweise pannensicheres Modell sei. Zu den von den Pannenhelfern monierten Ausfallerscheinungen zählten gerissene Antriebsriemen bei Fahrzeugen von 2006 und 2007, defekte Anlasser und streikende Kühlmittelpumpen (beides bis 2008). Zwischen 2007 und 2009 gebaute Exemplare bekamen es auch mit fehlerhaften Automatikgetrieben und maroden Kupplungen zu tun. Im Vergleich zu seinen baugleichen Brüdern Toyota Aygo und Citroën C1 ist der Peugeot das resistentere Auto, so das Fazit des „TÜV Report 2014“.

2005 kam der Peugeot 107 wie die beiden anderen Drillinge von Toyota und Citroën auf den Markt. 2008/2009 gab es eine leichte Modellpflege. Seitdem konnte der 107 auch mit ESP geordert werden, ein letztes Facelift kam 2012. Seit Sommer 2014 sind die Neuauflagen bei den Händlern.

2005er Peugeot am günstigsten

Das Motorenkapitel ist schnell erzählt: Es gibt beim Peugeot 107 nur eine Wahl unter der Haube: Bei dem Benziner handelt es sich um einen Dreizylinder, der aus 1,0 Liter Hubraum 50 kW/68 PS generiert. Nur der Citroën C1 wurde mit einem Diesel angeboten.

Zwischen 3050 Euro und 7500 Euro - Durchschnittspreise in dieser Spanne erzielt der kleine Franzose derzeit auf dem Gebrauchtwagenmarkt, wie der Branchendienst Schwacke ermittelt hat. Am günstigsten aufzutreiben sein sollte der 107 70 Petit Filou von 2005, der in der Schwacke-Liste mit einer durchschnittlichen Laufleistung von 89 250 Kilometern geführt ist.

Am anderen Ende steht der 107 (70) 68 envy, der mit 25 850 Kilometern vermerkt ist. Mit 5400 Euro preislich dazwischen liegt der 107 70 Street Racing von 2009 mit einem Tachostand um die 53 000 Kilometer. (dpa)

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