Der Smart Fortwo als Gebrauchter : Winzling mit Steherqualitäten

Anfangs belächelt, oft verspottet hat sich der Smart fortwo seinen Platz in der Autowelt über die Jahre dennoch gesichert. Der Winzling gilt als intelligente Mobilitätslösung für das städtische Umfeld. Auch als Gebrauchter zeigt er sich in der Regel als zuverlässiger Begleiter.

Da grinst der Kleine: Der Smart hat sich als intelligente Mobilitätslösung für die Stadt etabliert. Und auch als Gebrauchter steht er sein Auto.
Da grinst der Kleine: Der Smart hat sich als intelligente Mobilitätslösung für die Stadt etabliert. Und auch als Gebrauchter steht...Foto: Hersteller

Als der Smart Fortwo 1998 auf den Markt kam, war er vor allem eines: ein ungewöhnlicher Autozwerg. Praktisch für knappe Parklücken - und alsbald bekannt für sein Nicken. Denn beim Gangwechsel der trägen Schaltung fiel der Kleine durch eine Neigebewegung des Aufbaus auf. Das Problem mit dem Nicken hat der Hersteller zwar noch nicht komplett in den Griff bekommen. Aber das Modell der Daimler-Marke zeichnen inzwischen Steherqualitäten aus. Die werden dem Auto zumindest im „TÜV Report 2013“ attestiert.

Darin heißt es: „Der Winzling leistet sich nur Detailmängel, gehört daher zu den problemlosen Autos beim TÜV.“ Bei den Hauptuntersuchungen sei Rost nur selten ein Thema, für ein Stadtauto halte die Bremsanlage „verblüffend lange“. Nur ältere Exemplare verlieren demnach überdurchschnittlich oft Öl und fallen durch anfällige Turbolader und marode Steuerketten auf. Sehr häufig ist laut TÜV bei dem Zweisitzer das Abblendlicht verstellt.

Seit 2000 auch als Cabrio

In der Pannenstatistik des ADAC musste sich der Smart erst einmal berappeln. Vor allem Fahrzeuge der ersten Generation landeten dort zunächst auf hinteren Plätzen. Spätestens die ab 2010 gefertigten Modelle zeichnen sich aber durch eine „sehr gute Pannenbeurteilung“ aus, so der Münchener Club. Einige Macken gibt es allerdings zu vermelden: Bis zum Baujahr 2008 mache sich der Smart durch defekte Wegfahrsperren bemerkbar. Auch kaputte Anlasser (bis 2008) gaben Anlass zur Pannenhilfe. Und hin und wieder sorgen Kleinigkeiten wie defekte Fahrertürschlösser und lose Sonnenrollos für Ärger.

Auf den Markt kam das Smart City Coupé 1998, im Jahr 2000 folgte das Cabrio. Anfang 2003 wurde der Kleinstwagen überarbeitet, fortan gehörte zum Beispiel der Schleuderschutz ESP zur Serienausstattung.
Der Wechsel zur zweiten Generation ging 2007 über die Bühne. Zuletzt gab es zum April 2012 ein Facelift, bei dem die Frontpartie einen größeren Kühlergrill erhielt. Technisch blieb alles beim Alten.

Ausschließlich Dreizylinder

In Sachen Motorisierung des Smart Fortwo sticht die Version ed mit 55 kW/75 PS starkem Elektromotor hervor. Da es das Fahrzeug erst seit Mitte 2012 zu kaufen gibt, spielt es aber auf dem Gebrauchtwagenmarkt so gut wie keine Rolle. Ansonsten treiben den Smart Fortwo ausschließlich Dreizylinder mit einem Hubraum von 0,6 bis 1,0 Liter an. Die Leistung variiert je nach Baujahr und Modellgeneration bei den Benzinern zwischen 33 kW/45 PS und 75 kW/102 PS. Diesel leisten zwischen 30 kW/41 PS und 40 kW/54 PS.

Wer auf der Suche nach einem Gebrauchten ist, muss im Fall eines Smart Fortwo Coupé Pure von 2008 mit 52 kW/71 PS laut Schwacke-Liste um die 5300 Euro einplanen. Dieser Richtpreis gilt für Exemplare mit einer Laufleistung von rund 43 500 Kilometern. Ein Smart Fortwo cdi Coupé Pure DPF mit 40 kW/54 PS starkem Selbstzünder von 2011 wird mit 7900 Euro geführt (22 000 Kilometer). Wer ein älteres Cabrio sucht, muss für eine von Brabus veredelte Version von 2004 mit 55 kW/75 PS noch etwa 6800 Euro kalkulieren (79 500 Kilometer). (dpa)

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