Gebrauchte Cabrios für den Sommer : Offen fahren ohne Verfallsdatum

Ob Mercedes SL, Mazda MX5 oder BMW Z4 – wir haben einige Modelle zusammengestellt, die meist gut über die Jahre kommen.

Kai Kolwitz
Markanter Blick. Der erste BMW Z4 polarisiert – und er kann viel Fahrspaß bieten.
Markanter Blick. Der erste BMW Z4 polarisiert – und er kann viel Fahrspaß bieten.Foto: Promo

Sommerzeit, Cabriozeit. Sobald die Sonne scheint und die Temperaturen über die 20-Grad-Marke klettern, denken viele über ein offenes Auto nach – was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Sommer definitiv nicht die Zeit ist, in der Cabriolets am günstigsten im Angebot sind. Trotzdem ist das Angebot groß. Der seit Jahren anhaltende Cabrio-Boom hat dafür gesorgt, dass viele offene Autos auf neue Besitzer warten, gerne deshalb, weil sich der letzte Eigentümer selbst zum Sommer etwas Neues gegönnt hat.

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1 von 11Foto: Georg Moritz
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Lohnen kann es sich zum Beispiel, nach einem Mazda MX5 Ausschau zu halten. Das Modell gibt es seit 25 Jahren in bisher drei Modellgenerationen, alle drei sind in gepflegtem Zustand ein guter Kauf. Denn Mazda kombinierte und kombiniert bewährte Kompaktklasse-Technik aus der Großserie mit Heckantrieb und einem knackigen Fahrwerk. Das Ergebnis ist ein Roadster, der auf kurvigen Straßen sehr viel Spaß bereiten kann und dem Experten sehr gute Langzeitqualität bescheinigen. Bei ganz alten Exemplaren treten gelegentlich Rostprobleme auf, aber selten so, dass man sie nicht in den Griff bekommen kann. Autos in akzeptablem Zustand lassen sich schon unter 5000 Euro finden.

Schnäppchen Mercedes SL - am Anfang

Auch der Mercedes SLK wird gebraucht sehr oft angeboten. Er wurde seit Mitte der 90er häufig gebaut, und auch er kommt im Allgemeinen gut über die Jahre. Als eins der ersten Modelle bot er zudem ein klappbares Dach aus Stahl statt eines Stoffverdecks. Gegenüber dem Mazda ist er etwas komfortorientierter ausgefallen, was aber nicht heißt, dass man ihn nicht flott bewegen kann. Wer etwa 7000 Euro anlegt, kann mit einem guten Exemplar der ersten Generation rechnen, aus dem in einigen Jahren ein Youngtimer werden wird.

Und, apropos Mercedes: Wer bereit ist, bei Kaufpreis und Unterhalt noch etwas Geld draufzulegen, der könnte sogar über einen Mercedes SL nachdenken. Für die von 1989 bis 2001 produzierte Baureihe R129 finden sich hunderte Angebote bei den Händlern und in den Börsen im Internet. Bei der Entwicklung legte Mercedes damals viel Wert auf Langzeitqualität, deshalb sind viele Autos auch heute noch in gutem Zustand. Wer bereit ist, 12 bis 15 000 Euro anzulegen und nach einem gepflegten Exemplar sucht, der bekommt für sein Geld eins der edelsten Autos der damaligen Zeit. Allerdings auch eins, bei dem Reparaturen ins Geld gehen können.

Gute Wartung als Schlüssel

Bei BMW ringen die 3er-Cabrios aus den 90ern mit dem Roadster Z3 um die Trophäe des günstigsten Angebots. Bei letzterem mit seinen markanten seitlichen Lufteinlässen ziehen die Preise für gute Exemplare schon merkbar an. Aber wer sich mit den weniger beliebten Vierzylindern abfinden kann, der kann für weniger als 5000 Euro glücklich werden. Für echte Sahnestücke werden fünfstellige Beträge verlangt. Ein Tipp könnten auch noch frühe Z4 der ersten Generation sein. Mit seinem extremen Chris-Bangle-Design ist der Wagen als Gebrauchtwagen etwas unterprivilegiert. Zehn Jahre alte Exemplare sind bei unter 10 000 Euro angekommen, dafür gibt es eine Menge Fahrspaß.

Und auch, wem diese Vorschläge nicht zusagen, der kann aus dem Vollen schöpfen: Golf Cabrios diverser Generationen, die offenen Audi A4 und A5, Saab Cabrios aus den 90ern und nuller Jahren, deren Preise am Boden sind, Stahldach-Cabrios von Renault, Ford und Peugeot oder der Citroen C3 Pluriel mit seinen herausnehmbaren Dachholmen – wichtig ist vor allem, ein gut gewartetes Exemplar zu erwischen. Das wollen alle, ist den Mehrpreis meist aber wert.

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