Opel Astra aus zweiter Hand : Die Ahnen schwächeln

Das ewige Duell aus den neunziger Jahren hat der Opel Astra, zumindest in Sachen Zulassungen, wohl verloren. Dennoch trifft man den Rüsselsheimer desöfteren als Gebrauchtwagen an. Als solcher zeigt er, dass er keine schlechte Wahl ist.

In jüngeren Jahren keine schlechte Wahl: Der Opel Astra.
In jüngeren Jahren keine schlechte Wahl: Der Opel Astra.Foto: Hersteller

Opel Astra oder VW Golf? Diese Frage stellen sich viele Autokäufer bei der Suche nach einem Kompakten - auch wenn es ein Gebrauchter werden soll. Beide Modelle gibt es in beliebten Karosserievarianten, zum Beispiel als Kombi und Cabrio. Allerdings werden gebrauchte Exemplare des Volkswagens meist noch zu recht hohen Preisen gehandelt. Eine kostengünstigere Alternative aus zweiter Hand kann da das Kompaktmodell von Opel sein. Es sollte nur nicht zu alt sein.

Bis 2004 gebaute Exemplare (Astra G) haben laut dem „TÜV Report 2013“ noch recht viele Schwächen. Dazu zählen Defekte an Kupplungen, Getrieben und Klimakompressoren oder auch Rissen in Auspuffkrümmern. Die Nachfolgegeneration (Astra H) ist demnach standfester, aber auch nicht perfekt: Ein typisches Problem dieser Auflage ist dem TÜV zufolge Spiel in der Lenkung.

Recht hohes Qualitätsniveau

Der ADAC führt mit Blick auf seine Pannenstatistik noch defekte Turbolader bei bis September 2009 gefertigten Dieselmodellen auf und schnell verstopfte Rußpartikelfilter (bis November 2007). Bei Selbstzündern wie Benzinern gab es Fehlfunktionen im Motormanagement (bis November 2005). Besonders Ottomotoren neigen zum Ruckeln. Mittlerweile hat die Baureihe insgesamt aber ein recht hohes Qualitätsniveau erreicht, so der Münchner Automobilclub.

Als Nachfolger des Opel Kadett kam der erste Astra 1991 auf den Markt. Einen Qualitätssprung machte der Kompakte ab 1998 mit Auflage Nummer zwei. Die dritte Modellgeneration bot Opel zwischen 2004 und 2009 an, Anfang 2007 erhielt sie eine Modellpflege. Der aktuelle Astra bekam zuletzt 2012 ein Facelift. Der TÜV weist darauf hin, dass bei Dieselmodellen ein Rußpartikelfilter bis 2007 aufpreispflichtig war. Kaufinteressenten sollten sich daher erkundigen, ob der Gebrauchte ihrer Wahl den Rußfilter an Bord hat.

Vom Sportler bis zu Erdgas

Wie man es bei einem Volumenmodell erwarten darf, gibt es eine große Motorenvielfalt. Je nach Baujahr, Generation und Karosserievariante leisten die seit 2004 gefertigten Benziner zwischen 66 kW/90 PS und 206 kW/280 PS im aktuellen Sportmodell OPC. Diesel kommen auf 59 kW/80 PS bis 121 kW/165 PS im aktuellen Topmodell. Zwischen 2003 und 2005 hatte Opel auch ein 71 kW/97 PS starkes CNG-Modell für den Betrieb mit komprimiertem Erdgas im Angebot. Seit 2009 gibt es Flüssiggas-Varianten: Die LPG-Astras leisten zwischen 66 kW/90 PS und 103 kW/140 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt besonders gefragt sind die als Astra Caravan bezeichneten Kombis. Für einen Astra 1.6 Turbo Caravan Innovation mit 132 kW/180 PS von 2009 sollten Interessenten etwa 10 550 Euro einplanen. Diesen Richtpreis bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 53 200 Kilometern nennt die Schwacke-Liste. Für ein älteres Fließheck, so den Astra GTC 1.8 Sport mit 103 kW/140 PS von 2006 stehen noch 8150 Euro in der Preissammlung (82 000 Kilometer). Als Diesel führt Schwacke zum Beispiel mit einem Richtpreis von 10 250 Euro den Astra GTC 1.9 CDTI DPF Sport mit 74 kW/100 PS von 2010 (53 750 Kilometer). (dpa)

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