Unfallfreier Gebrauchtwagen : Schadenersatz nur bei Täuschung

Unfallfrei meint auch ohne Unfall. Der Verkäufer eines Gebrauchtwagen sollte sich bei der Angabe beim Verkauf eines Gebrauchten auch sicher sein. Sonst droht ein veritabler Schaden.

Unfallfrei, meint auch wirklich ohne Unfall. Das gilt auch dann, wenn der Verkäufer nicht ganz im Bilde ist.
Unfallfrei, meint auch wirklich ohne Unfall. Das gilt auch dann, wenn der Verkäufer nicht ganz im Bilde ist.Foto: dpa

Wer ein Auto fälschlicherweise als unfallfreien Wagen verkauft hat, muss nicht in jedem Fall Schadenersatz zahlen. Der Verkäufer hafte nur, wenn er vorsätzlich getäuscht habe, berichtet die „Monatsschrift für Deutsches Recht“ (Heft 20/2014) unter Berufung auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz. Allerdings müsse er das Fahrzeug zurücknehmen und dem Käufer den Kaufpreis erstatten (Az.: 5 U 408/14).

Das Gericht wies mit seinem Beschluss die Schadenersatzklage eines Autokäufers ab und verpflichtete den Verkäufer lediglich zur Rückabwicklung des Kaufvertrages. Der Verkäufer hatte den von seinem Vater geerbten Wagen an den Kläger verkauft und ihm dabei Unfallfreiheit zugesichert. Tatsächlich war das Auto aber in einen Unfall verwickelt gewesen, was der Verkäufer nach eigenen Angaben nicht wusste.

Das OLG befand, als Erbe müsse er nicht zwangsläufig von dem Unfall gewusst haben. Daher habe der Kläger keinen Anspruch auf Schadenersatz wie beispielsweise auf Erstattung der Prozess- und Anwaltskosten. Er dürfe das Auto allerdings zurückgeben und den Kaufpreis zurückverlangen. (dpa)

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben