Vertrag zum Kauf von Gebrauchtwagen : Immer Angaben zu Vorschäden machen

Schweigen ist nicht immer Gold. Fehlen beim Kaufvertrag zu einem Gebrauchtwagen die Angaben zu Vorschäden, dann bedeutet das nicht, dass es keine gibt. Ohne Angaben kann es böse und teure Überraschungen geben.

Die Details können beim Kauf von Gebrauchtwagen teuer werden. Zum Beispiel eine fehlende Angabe zu Vorschäden.
Die Details können beim Kauf von Gebrauchtwagen teuer werden. Zum Beispiel eine fehlende Angabe zu Vorschäden.Foto: dpa

Fehlen im Kaufvertrag für ein Auto Angaben zu Vorschäden, heißt das nicht, dass es keine gibt. Der Käufer kann daher auch nicht vom Kaufvertrag zurücktreten, wenn sich herausstellt, dass das Auto mal repariert wurde. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hin und beruft sich auf ein Urteil des Amtsgerichts Kiel (Az.: 107 C 135/13).
In dem verhandelten Fall wurde im Kaufvertrag über einen Pkw das Feld „Vorschäden“ nicht ausgefüllt. Später stellte sich heraus, dass das Fahrzeug Nachlackierungen an Seitenteilen und Motorhaube aufwies. Der Käufer zahlte daraufhin den Kaufpreis nicht und holte auch das Auto nicht ab.

Das Gericht entschied jedoch, dem Käufer stehe kein Rücktrittsrecht zu und verurteilte ihn zur Zahlung von zehn Prozent des Kaufpreises für die Nichtabnahme des Fahrzeuges. Wenn das Feld über Vorschäden im Vertragsformular nicht ausgefüllt worden sei, entspreche das einem „Schweigen“. Daraus lasse sich aber keine Vereinbarung ableiten. (dpa)

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