Auto : Gehen wir an die Grenzen

Unterwegs im Alltag – heute mit der Basisversion eines MINI-Cabrios.

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Auf den ersten Blick…

... wollen wir das Stoffdach gar nicht mehr schließen. Offen sieht der Mini einfach zu klar, zu betörend aus. Nicht mal die Überrollbügel stören das harmonische Bild, weil sie weit eingezogen sind.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

... das einzigartige Open-Air-Feeling auf den vorderen Plätzen. Durch die steil stehende Frontscheibe kommt uns das Winz-Cabrio viel ausladender vor als die objektiv größeren Mitbewerber. Der Mini ist ausgesprochen verwindungssteif, erlaubt sich anders als der kleine Peugeot 207 CC kein Zittern auf unebener Straße. In der Stadt zieht es auch bei heruntergelassenen Scheiben kaum um die Ohren, über Land wird es ab 80 km/h trotz eingerastetem Windschott ziemlich stürmisch. Sieht man von der Stößigkeit auf kurzen Bodenwellen ab, gefällt uns das Fahrwerk sehr. Es ist knackig, aber komfortabel austariert – wunderbar handlich und sauber zu lenken ist auch dieser Mini ohnehin.

Weniger Charme hat…

... der Mini diesseits der Vordersitze. Hinten jemanden mitnehmen? Denken Sie nicht mal daran. Stauraum im Heck? Mehr als bescheiden, und durch einen schmalen Schlitz auch noch schwer zu beladen. Richtig ärgerlich: Das Interieur wirkt billig; die Bedienung ist fummelig. Dabei ist der Mini One mit 21 000 Euro für die Basisversion beileibe kein Billigheimer. Der mitgelieferte 72-PS-Motor strengt an – den Wagen selbst und uns, weil an jeder Steigung der Geduldsfaden reißt.

Das spannendste Detail ist…

... der Tank. Ständig nagt die Angst, wann wir wieder zum Zapfen müssen. 40 Liter passen rein: selbst für den Mini zu mini.

Unterm Strich das richtige Auto für…

... alle, die schon immer wussten, dass Gokarts keinen Luxus und kein Dach überm Kopf brauchen. Den Basismotor sollte nur nehmen, wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist. Eric Metzler

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


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