Gelände mit Stil : SUVs von Mercedes: Zeig dich, Baby

G-, GL-, M- und R-Klasse: Hier fahren die vier SUV von Mercedes durch die Berge. Einer fehlt – den GLK dürfen wir noch nicht zeigen. Wie das neue Einstiegsmodell mit Geländeoptik aussehen wird, ließen die Stuttgarter bei einer ungewöhnlichen Aktion in einer Tiefgarage durchblicken.

Mercedes
Geländegängig: Die G-, GL-, M- und R-Klasse am Berg -Foto: Promo

Im Grunde weiß man nie, wann der richtige Moment ist. Verrät ein Hersteller zu früh, was er auf der Pfanne hat, braucht er einen festen Atem, um die Spannung bis zum Verkaufsstart zu halten. Wartet der Autobauer indes zu lange, schießen Gerüchte ins Kraut und falsche Erwartungen produzieren am Ende Enttäuschung. Irgendwo zwischen diesen Polen ist Mercedes eine Weile schwanger gegangen und konnte es am Ende kaum erwarten: Der Baby-SUV kam lange vor dem geplanten Termin ans Licht. Die Überraschung war perfekt. Unter der strikten Maßgabe, Fotohandys und Kameras auf den Zimmern zu lassen, verfrachtete Mercedes verdutzte Journalisten in die Tiefgarage eines Kitzbüheler Hotels. Dort hatte ein sichtlich stolzer Designer namens Achim Parnow einen kleinen Geländegänger namens GLK geparkt – als seriennahes Kunststoffmodell in Originalgröße. Obwohl man die Karosserieflächen weitgehend abgeklebt hatte, sind die Konturen des kompakten SUV nun klar: Der GLK wird ein sehr kantiger Typ mit Dachreling, 20-Zoll-Felgen, breit ausgestellten Radkästen, steiler Front- und steiler Heckscheibe. Die Seitenansicht wird geprägt von den kurzen Überhängen und der ansteigenden Gürtellinie. Obwohl der Wagen mit geschätzten 4,50 Meter Länge 30 Zentimeter kürzer ausfällt als die M-Klasse, wird ihn wohl niemand als zierlich oder gar niedlich bezeichnen. Der zweifarbige Innenraum wirkt ebenso geradlinig wie gefällig, im vertrauten Mercedes-Ambiente waren keine Sperenzchen zu entdecken.

Wen es bei der Vorschau in den Füßen juckt, braucht reichlich Geduld. Offizielle Fotos und Preisvorstellungen wird es erst im Frühjahr geben. Ende des kommenden Jahres fährt der GLK zunächst in den USA auf den Markt, Anfang 2009 hat dann Europa die Ehre. Lange hin – wenn Mercedes also jetzt früher als Je einen Blick auf das Auto erlaubt, lassen sich daraus Schlüsse ziehen. Erstens: Analog zum X3 bei BMW brauchen die Stuttgarter dringend ein günstiges Einstiegsmodell in einem Segment, das nach wie vor Zuwachsraten verzeichnet wie keines sonst. Zweitens: Sie befürchten, der ebenso für 2008 geplante Audi Q5 könnte ein ähnlicher Verkaufsschlager werden wie der große Q7. Da gilt es, rechtzeitig einen Stern an den Himmel zu werfen. Drittens schließlich war man offensichtlich genervt von Deutschlands größter Autozeitung, die immer wieder über einen günstigen SUV spekulierte, mit dem Verweis auf eine geschrumpfte M-Klasse aber gründlich daneben lag.

Nein, nach der rundlich geformten M-Klasse kommt der Mini ganz und gar nicht. Das Typenkürzel ist (was die Optik angeht) Programm: Der GLK erinnert mit seinen Ecken und Kanten an die Figur der G-Klasse, den Urahn aller SUV und einzig waschechten Geländewagen im Programm. Fahrgefühl und Image des GLK dagegen sollen eher dem GL entsprechen, dem langen Edel-SUV, den Mercedes seit einem Jahr im Programm hat. Technisch basiert der GLK auf der C-Klasse, die bei der Markteinführung gerade mit Lob überschüttet wurde. Von ihr übernimmt der Neue die Vier- und Sechszylindermotoren und den permanenten Allradantrieb. Auf Differentialsperren verzichten die Schwaben beim GLK – aber das interessiert die meisten Käufer von Autos ohnehin nicht, die nach Geländewagen aussehen, dem Wesen nach aber gar keine sind.

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