Genfer Autosalon : Alle Navis auf Genf

Anfang März zeigen die Hersteller ihre Neuheiten - ein Überblick.

Während im Januar auf der North American International Auto Show (Naias) in Detroit vor allem zukünftige alternative Antriebstechnik im Mittelpunkt stand, dürfte es beim Genfer Autosalon (6. bis 16. März) wieder etwas bodenständiger zugehen: Viele der dort gezeigten Modelle kommen zeitgleich oder kurz darauf zu den Händlern.

Ein Beispiel dafür und gleichzeitig eine der wichtigsten Premieren steht am Audi-Stand: Die Ingolstädter wollen in Genf den neuen A4 Avant zeigen. Parallel zur Messepremiere startet der Verkauf des Mittelklasse-Kombis. Er ist nach Angaben des Herstellers bis zur C-Säule identisch mit der A4 Limousine. Vom Viertürer übernimmt der Kombi auch Radstand und Motorenprogramm. Das Heck soll eine ähnliche Linienführung erhalten wie das des größeren A6 Avant. Der Mutterkonzern VW enthüllt in Genf den neuen Scirocco. Das Design des Zweitürers orientiert sich an der Coupé-Studie „Iroc“ aus dem Jahr 2006: „Mit unserem Konzept sind wir damals schon sehr weit an die Serienversion herangegangen.“ Der Scirocco soll also keine „weichgespülte“ Iroc-Fassung. Besondere Merkmale des Kompaktsportlers dürften demnach ein langes Dach, ein steiles Heck, markante C-Säulen und ein Dachspoiler sein.

Ebenfalls kurz vor dem Start steht der „geliftete“ SL Roadster, den Mercedes in Genf dem Publikum vorstellt und der am 5. April zu den Händlern kommt . Kurz vor Auslieferung der ersten Kundenfahrzeuge kann in Genf auch ein Blick auf die endgültige Serienfassung des Sportwagens Artega GT geworfen werden. Das kleine zweisitzige Coupé kommt mit 3,6 Liter großem V6-Motor und Preisen ab 74 938 Euro zu den Händlern. Interessenten für das neue BMW M3 Cabrio müssen sich zwar noch bis Sommer gedulden, um den 73 950 Euro teuren Viersitzer in Empfang zu nehmen. In Genf können sie in dem 420 PS starken Boliden probesitzen. Als Extra gibt es unter anderem ein neues Doppelkupplungsgetriebe, das schnellere Schaltvorgänge ohne Unterbrechung der Zugkraft sowie geringere Verbräuche ermöglichen soll.

Eine Kleinwagen-Neuheit steht dagegen bei Mazda an. Die Japaner zeigen am Lac Léman den Mazda 2 als Dreitürer. Er soll sportlicher als der bereits seit Herbst verkaufte Fünftürer positioniert werden. Der Verkauf startet im Sommer. Als Antrieb sind die Benziner und Diesel mit 1,3 bis 1,5 Liter Hubraum aus dem Fünftürer vorgesehen. Im Sommer soll auch der neue Seat Ibiza zu den Händlern kommen, auf den der spanische Hersteller in Genf mit einer Studie einstimmen will. Der Kleinwagen ist laut Seat das erste Modell im VW-Konzern, das auf Basis des nächsten Polo entsteht.

Honda hat für Genf die Premiere der nächsten Accord-Generation angekündigt. Limousine und Kombi der Mittelklasse-Baureihe sollen sich durch „sportliches Design“ und gute Fahrdynamik auszeichnen. Die Motoren werden laut Honda Deutschland in Offenbach die künftige Abgasnorm Euro 5 erfüllen. Start des Accord: Mitte des Jahres.

Mitte Mai startet der Verkauf des Peugeot-Kombis 308 SW, den der französische Hersteller als Weltpremiere in Genf vorstellt. Außerdem gibt es eine Variante des 308 zu sehen, die dank automatisiertem Schaltgetriebe und sparsamem 1,6-Liter-HDi-Diesel nur 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt.

Die Nissan-Marke Infiniti wiederum will den Genfer Salon für ihren EuropaStart nutzen. Bislang war die Luxussparte der Japaner auf diesem Markt nicht vertreten. In Genf will man ein leistungsstarkes Crossover-Modell enthüllen, das mit V6- und V8-Motoren die Nachfolge des sportlichen Geländewagens Infiniti FX antreten soll.

Doch auch Studien und Zukunftstechnik werden beim Branchengipfel am Lac Léman ihren Platz haben. Schließlich gilt der Salon traditionell auch als Bühne für Konzeptfahrzeuge der Hersteller und die mitunter ausgefallenen Ideen der Designschmieden.

So gibt Land Rover einen weiteren Ausblick auf sein künftiges Geländewagenprogramm. Die Briten zeigen dazu die in Detroit vorgestellte Studie LRX nun als Fünftürer. BMW kündigt außerdem die Weltpremiere eines Concept-Cars als Ausblick auf die weitere Entwicklung des Effizienztechnik-Programms „Efficient Dynamics“ an. Und Suzuki gewährt mit der Studie A-Star einen ersten Ausblick auf einen neuen Kleinwagen unterhalb des Swift. Nach Angaben des Unternehmens soll aus der Studie in zwölf Monaten ein Nachfolger des eingestellten Alto werden.

Auch Mitsubishi will mit einer Neuheit aufwarten: Die Japaner kündigen die Studie Prototype S an, bei der es sich um einen Ausblick auf eine fünftürige Fließheck-Version des neuen Lancer handelt. Zu den optischen Merkmalen gehören ein auffälliger Kühlergrill und eine keilförmige Seitenansicht. Als Antrieb ist ein Turbomotor mit zwei Litern Hubraum und 240 PS vorgesehen.

Ein Beispiel für eher abgefahrene Ideen ist das Konzeptfahrzeug Squba des Schweizer Designers Rinspeed. Dabei handelt es sich um ein Amphibienfahrzeug mit Elektromotor im Stile von Autos James Bonds, das über Land, im Wasser sowie getaucht in bis zu zehn Metern Wassertiefe fahren können soll. (dpa)

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar