Auto : Großwild

Offroader, Lounge, Sportwagen: Der neue Range Rover UNSERE AUTOS DES JAHRES 2013 Jedes Exemplar ein persönliches Puzzle: Der Opel Adam.

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Vergessen Sie jeden Neidkomplex. Wer sich den neuen Range Rover für neunzigtausend Euro aufwärts leisten kann, hat nämlich die unverdorbensten Glückwünsche verdient: Dieses Auto zählt ohne Übertreibung zum Besten, was Automobil-Entwickler je auf die Räder gestellt haben. Woran das liegt? Einmal an den Erprobungsfahrten mit 300 Prototypen ins arktische Eis und in die Wüste. Dann an unendlich vielen Details – darunter sinnhafte wie der Neigungsausgleich in Kurven und weniger sinnhafte wie die elektrisch ausfahrbaren Trittstufen.

Vor allem aber gründet unsere Schwärmerei auf die perfekte Mischung des Großen und Ganzen: Dieses Auto zelebriert Tradition (mit seinen geraden Linien sieht der Neue dem ersten Range von 1970 immer noch ähnlich!); es offeriert souverän Kraft (und das schon im neuen Sechszylinder-Diesel mit 258 PS); und es erreicht gelassen jedes Ende in fast jedem Gelände – selbst, wenn es dafür einen Fluss mit 90 Zentimeter Wasserstand zu durchqueren gilt. Es gibt eine Menge Autos, die in zwei dieser drei Kategorien gut abschneiden. Aber nur der Range ist in jeder Disziplin Spitze.

Wer selbst herausfinden will, warum wir diesen Drumm zu einem Auto des Jahres 2013 küren, kann dies auf vielerlei Weise tun. Spielerisch etwa; mittels Vergleichen, von denen es mehr gibt, als der Konkurrenz lieb sein kann: Die neue, komplett aus Alu gefertigte Karosserie wiegt fast eine halbe Tonne weniger als das Vorgängermodell. Der Brite ist 85 Kilo leichter als ein Audi Q5. Mit seinem Federweg von 597 Millimetern übertrifft der Range den BMW X5 um fast 20 Zentimeter. Im Innenraum ist er 29 Prozent leiser als ein Cayenne. Noch mehr Spaß macht die sinnliche Annäherung: Das Innere kommt mit einmalig wenig Schaltern und noch weniger Schnörkel aus. Das Holz, das viele Leder, die wenigen Kunsstoffe, alles schmeichelt der Hand, nichts irritiert das Auge. Wer auf die Rückbank verzichtet und auf zwei Einzelsitze hinten optiert, wird mit einem Lounge-Feeling de luxe belohnt – auch dank der verbesserten Beinfreiheit.

Das größte Kompliment verdient der Allradler aber für seine Kernkompetenz. Querfeldein ist er nahezu unschlagbar – steilste Böschungen, brutale Steinbrocken, knöcheltiefer Schlamm oder endloser Sand – für jedwede Widrigkeit gibt es ein Fahrprogramm, dass dem Fahrer den Schweiß von der Stirn trocknet. Neuerdings merkt der dabei nicht einmal, wie ihm geschieht: Der „Auto-Modus“ des Terrain-Response-Systems checkt 500 Mail in der Sekunde die Lage und entscheidet dann wie von Geisterhand, ob es ratsam ist, die Untersetzung zu nutzen oder wieviel Kraft auf welches der einzeln aufgehängten Räder zu schicken ist. Niemand sonst außer Land Rover hat so etwas bislang derart zur Blüte gebracht – nicht in dieser vornehmen Form und schon gar nicht in dieser Perfektion.

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