Auto : Grün regiert

Skoda komplettiert mit spritsparenden Versionen von Yeti und Superb Combi seine GreenLine-Flotte

Frank Wald
Unterwegs mit weißer Weste. Skodas Fabia kann man als Vierliter-Auto bezeichnen – unsere ausführliche Probefahrt im GreenLine hat den praktischen Beweis geliefert . Foto: promo
Unterwegs mit weißer Weste. Skodas Fabia kann man als Vierliter-Auto bezeichnen – unsere ausführliche Probefahrt im GreenLine hat...

Spritsparende Modellversionen finden sich inzwischen bei fast allen Autoherstellern. Doch wo die meisten ins Blaue hinein – welcher geheimen Absprache auch immer folgend – ihren Typen Schriftzüge wie Bluetec, Bluemotion oder BlueEfficiency auf den Lack pinseln, sind die Tschechen ihrer grünen Linie treu geblieben. Mit Yeti GreenLine und Suberb Combi GreenLine komplettiert Skoda seine Spritspar-Flotte, die in den fünf Baureihen aus acht verschiedenen Modellversionen zusammensetzt.

Zugleich nutzte die tschechische VW-Tochter die Modellreihen-Ergänzung, um die neueste Spritspar-Technologie des Wolfsburger Konzerns einzubauen. Soll heißen: alle Greenline-Varianten fahren jetzt mit Stopp-Start-System, Bremsenergie-Rückgewinnung, rollwiderstandsarmen Reifen und einer Schaltempfehlung im Instrumententräger. Und auch die beiden Turbodiesel-Direkteinspritzer, die Skodas grüne Flotte antreibt, stammen aus dem VW-Regal. Während Fabia und Roomster mit dem 75 PS starken 1,2-Liter-Dreizylinder fahren, steckt unter den Hauben von Octavia, Yeti und Superb der 1,6-Liter-TDI mit 105 PS. Und realisieren damit Fabel-Normverbräuche von 3,4 Liter (89 g CO2/km) im Fabia bis zu 4,6 Liter (119 g CO2 /km) im Kompakt-SUV Yeti.

Und tatsächlich sind das keine ganz unrealistischen Prospektwerte, wie wir bei einer Probierfahrt erkunden konnten. Selbst mit dem wenig windfreundlichen Yeti oder dem anderthalb Tonnen schweren Superb Combi zeigte der Bordcomputer nach ausgedehnten Stadt-Land-Testfahrten eine deutliche vier vor dem Komma. Frühes Hochschalten, vorausschauendes Fahren, konsequentes Auskuppeln an der Ampel, um das Stopp-Start-System zu aktivieren, drücken hier den Verbrauch, je nach Auto und Fahrweise um ein bis zwei Liter – ohne dabei als rollendes Hindernis unterwegs zu sein. Der Selbstzünder hat durch sein 250 Newtonmeter starkes Drehmoment ab 1500 Touren mit dem frontgetriebenen Yeti leichtes Spiel, zieht ihn mühe-, wenn auch nicht ganz geräuschlos, in 12,1 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis maximal 176 km/h Spitze. Und auch der größte Skoda verliert mit demselben Motor wenig von seiner Souveränität und Eleganz, wenn er sich mit ähnlich schnellem Antritt in Bewegung setzt. Hinterm Ortsausgangsschild wünscht man sich zwar hier und da schneller auf die Autobahn oder an dem LKW auf der Landstraße vorbei zu kommen, doch mit 4,4 Liter im Schnitt ist der große Kombi der ideale Reisewagen auf dem Markt.

Zumal auch auf Komfort niemand verzichten muss. Neben den üblichen Sicherheitsfeatures gehören Klimaanlage, CD-Radio mit MP3-Funktion, Bordcomputer, Tempomat, elektrische Helferchen für Fenster und Spiegel, Berganfahrassistent und Reifendrucküberwachung, Nebelscheinwerfer und Leichtmetallfelgen zur Serie aller GreenLine-Modelle. Beim Yeti und Superb kommen noch Parksensoren, Sitz- und Laderaumsystem und Fahrlichtassistenten hinzu. Vor dem Sparen muss man allerdings viel Geld ausgeben, die Preise reichen von 16 980 Euro für den Fabia bis 27 950 Euro für den Superb Combi, der Yeti GreenLine steht mit satten 24 850 Euro in der Preisliste. Es war schon immer etwas kostspieliger, als Grüner unterwegs zu sein.

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