Auto : Günstig muss nicht schlecht sein Das ergab ein Test von ESP-Systemen

Ein gutes elektronisches Stabilitätsprogramm muss nicht zwingend teuer sein. Selbst in vergleichsweise günstigen Autos funktioniert das ESP gut, während das System bei einigen hochpreisigen Fahrzeugen schwächelte, fand die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ in Vergleichstests heraus. Die besten Testergebnisse erzielten die Systeme von Dacia Sandero und Audi A6 3.0 TDI quattro.

Miteinander verglichen wurden jeweils zwei Autos einer Fahrzeugklasse. In der Oberklasse schnitt das ESP des Audi A6 besser ab als das des Gegenspielers Lexus GS 450 Hybrid. Arbeitete das Audi-System effektiv auf nasser oder trockener Fahrbahn, zeigte das ESP beim Lexus Schwächen auf rutschigem Boden. Keine großen Unterschiede gab es beim Vergleichstest in der Kompaktklasse. So arbeitete das Stabilitätsprogramm beim heckgetriebenen BMW Einser sowie im frontgetriebenen Kia Ceed gleichermaßen souverän. Bei den Kleinsten schnitten beide Fahrzeuge eher schlecht ab. Während das System beim VW Up massiv eingreift, obwohl das in dieser Form beim Fahrwerk nicht nötig wäre, muss es beim Fiat Panda eingreifen, um das Fahrzeug auf der Straße zu halten.

Auch das Fahrverhalten großer SUV wurde im Slalom, bei Ausweich-, Wende- sowie Bremstest bei verschiedenen Geschwindigkeiten geprüft. Um das Ausbrechen des schweren Mercedes ML 500 zu verhindern, regelt sein ESP ihn ohne deutlich spürbare Impulse ab. Der Land Rover Discovery hatte vergleichsweise die schwächsten Resultate im gesamten Test. Nur durch grobe Eingriffe und dem Abdrehen der Motorleistung gelang es dem ESP, das Fahrzeug auf Kurs zu halten.

Überraschungen gab es im Einzeltest beim Dacia Sandero und dem Porsche 911 Carrera. Nach dem Audi A6 erreichte das ESP im günstigsten Testauto Dacia Sandero (ab 7000 Euro) die besten Leistungen. Das System arbeitet effektiv und greift nur so weit ein wie notwendig. sppr

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