Auto : Heftig aufgepumpt: Die Corvette hat noch mehr Biss

Understatement ist nicht gerade einer der markantesten Charakterzüge der US-Amerikaner. „Die beste Corvette aller Zeiten“, vermeldet stolz die Presseabteilung. Europa-Chef Gerard Jansen setzt noch einen drauf: „Die Corvette ist 30 Prozent günstiger als ein Porsche 911, hat aber mehr PS.“ Das stimmt zwar, aber ein Auto wird durch mehr definiert als nur PS und Euro. Aber wenn man das Rotlichtmilieu- und Schnauzer-Image der Corvette als überholt ansieht, stellt man fest, dass die Amerikaner ihre Hausaufgaben gemacht haben und nicht nur auf dem Blatt näher an die Zuffenhausener herangerückt sind.

So hat der V8-Motor eine Vitaminspritze bekommen: Aus 6,2 Litern Hubraum (vorher sechs Liter) schöpft er 437 PS (davor 404) und ein Drehmoment von 585 Newtonmeter (zuvor 546). Das Fahrwerk, das Getriebe und vor allem die Lenkung wurden ebenfalls überarbeitet. Was die Fahrleistungen angeht, braucht die Corvette den Vergleich mit hiesigen Sportwagen nicht mehr zu scheuen. Der Motor bietet Dampf in allen Lebenslagen und eignet sich mit seinem grollenden tiefen Bass herrlich zum Cruisen. Auch die Lenkung spricht nun deutlich präziser an.

Beim Innenraum haben die Amerikaner ebenfalls Hand angelegt. Das war auch dringend nötig, denn die Plastik-Wüste der Vorgänger schreckte selbst hartgesottenste Goldkettchenträger ab. Auf den ersten Blick wirkt der Ami-Star nun wertiger, beim genaueren Hinschauen zeigen sich aber wieder Schwächen: Die ungenauen Spaltmaße etwa des Kofferraumdeckels würden Verarbeitungsfetischisten die Zornesröte ins Gesicht treiben. Das sind Vibes, die man sich nicht wünscht. gomo

Der 6,2-Liter-Motor der Corvette leistet 437 PS. Damit schafft der 1459 Kilogramm leichte Amerikaner den Sprint auf 100 km/h in 4,4 Sekunden. Der Verbrauch liegt nach EU-Zyklus bei 13,3 Liter/100 km. Die CO2-Emissionen: 316 g/km. Der Grundpreis beträgt 65 290 Euro.

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