Hin & Weg : Da weiß man, was man hat. Oder nicht?

Unterwegs im Alltag - dieses Mal mit einem soliden Mercedes, der viel von sich hören lässt.

Eric Metzler

Auf den ersten Blick …

…weiß man nicht so recht, was man von ihm halten soll. Eine gedüngte A-Klasse? Ein gestreckter Minivan? Ein bisschen Limousine, einen Tick Kombi, irgendwas in der Richtung des Golf Plus. Die B-Klasse wirkt kantig; die scharfen Linien, die bei seitlicher Ansicht ins Auge fallen, lassen die B-Klasse trotz der (hohen) Sandwich-Bauweise eher lang erscheinen.

Pluspunkte gibt es vor allem für …

…die viele Luft im Innenraum. Hinten wie vorne, an Kopf und Knie bietet der Wagen sagenhaft viel Platz. Belädt man die B-Klasse bis zum Dach, geht mehr hinein als in einen Golf Plus (1530 gegenüber 1370 Litern). Als wir eine Haushaltsleiter ausliehen, waren wir froh, dass sich der Beifahrersitz umlegen ließ. Die hohe Sitzposition dürfte in der B-Liga viele Fans haben. Zudem fällt durch ungewöhnlich große Fenster und das Lamellendach viel Licht ins Innere, die Rundumsicht ist ausgesprochen gut. Die Leistung des Zweiliter-Diesels ist aller Ehren wert: Schon ab 1500 Umdrehungen zieht die Maschine ebenso stark wie gleichmäßig.

Weniger Charme hat …

…dieser Krach. Der Diesel lärmt. Warum bloß ist vom extrem happigen Kaufpreis nichts, aber auch gar nichts für eine bessere Dämmung des Motorraums übrig geblieben? Begleitet wird der CDI vom häufigen Zurbeln einer Automatik, die im Stadtverkehr zu oft nicht weiß, für welchen Gang sie sich entscheiden soll.

Das spannendste Detail …

…verriet uns nach 1200 Kilometern der Bordcomputer: Trotz reichlicher Stadt- und flotter Autobahnfahrt kamen wir im Schnitt mit gut sechs Litern Diesel aus.

Unterm Strich die richtige Wahl für …

… alle, die Mercedes auch ohne Sexappeal mögen und auf Preisvergleiche pfeifen. Die B-Klasse ist schnörkellos wie ihr Armaturenbrett – älteren Käufern gilt sie als solide, jüngeren als rustikal. Die Zeit für einen Extra-Nachlass ist günstig: Im Juni kommt ein Facelift.

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