Hin & Weg : Einer wie keiner

Unterwegs im Alltag – diesmal mit einem großen, durstigen Brummbären aus Korea.

Auf den ersten Blick ...



...folgt ein kurzes trockenes Schlucken. Von vorn ein großes bisschen alte Mercedes-E-Klasse, von hinten Cadillac und dazu eine derartige Überdosis Chrom, dass man unwillkürlich die Sonnenbrille auspackt. Hmm... so stellt man sich also Luxusklasse in Korea vor. Andererseits ist der Auftritt des Kia Opirus dermaßen skurril, dass es schon wieder lustig ist, mit dem Wagen irgendwo vorzufahren. Gute Nerven und den passenden Humor vorausgesetzt natürlich.

Pluspunkte gibt es vor allem für ...

...das Fahrgefühl. Denn der Opirus ist ein Cruiser vor dem Herrn: Bärige 353 Newtonmeter maximales Drehmoment holt der Sechszylinder aus 3,8 Litern Hubraum, einfach das Gaspedal durchdrücken und Schub ist da. Dazu brummelt es anheimelnd – natürlich spielt der Kia nicht in der Mercedes-Liga. Aber Charakter hat er auf jeden Fall.

Weniger Charme hat ...

... alles, was passiert, wenn man die Begriffe „Opirus“ und „Geld“ in Beziehung setzt. Mit Verlaub, liebe Kia-Leute: Satte 20 Liter Sprit Testverbrauch im Stadtverkehr, das geht überhaupt nicht, da kann der Motor noch so sehr brummeln. Und auch der Preis ist nur scheinbar ein Schnäppchen: Zwar kommt der Kia mit Vollausstattung auf weniger als 40000 Euro. Aber: Vierjährige Exemplare werden für unter 10000 Euro gehandelt. Wertverlust Typ Schwarzer Freitag.

Das spannendste Detail ...

Entschuldigung, wenn wir uns wiederholen. Aber dieser Kühlergrill... naja, schauen Sie doch selbst.

Unterm Strich die richtige Wahl für ...

... ausgeprägte Individualisten. Denn im Audi-Daimler-BMW-Einerlei fällt der Opirus auf wie neonpinke Hosenträger unter dem Smoking. Uns hat er jedenfalls Spaß gemacht. Gegen den hohen Verbrauch würde eine Gasanlage im Kofferraum helfen, gegen den Wertverlust: einfach einen Gebrauchten kaufen.

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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