HIN & WEG : Nissan rassig: Ein Flachmann für Höhenflüge

Auf den ersten Blick…

steht fest: Dieser Japaner muss einen fantastischen Personal Trainer haben. Da sitzt jeder Muskel, wo er hingehört. Klar, der 370 Z macht dicke Backen, aber er tut es formvollendet – mit Stoffverdeck und, 20 Sekunden später, auch ohne.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

drei Dinge: Leistung, Leistung, Leistung. Das Namensetikett verrät den Hubraum. 3,7 Liter. Das Motorgeräusch verrät den Anspruch. Ich puste Euch weg. Und die ersten Kilometer verraten, wo die Reise hin geht. Ins Land des unbegrenzten Vortriebs. Spontan, direkt, nimmersatte 328 PS: Was für ein Sechszylinder! Ab Tempo 180 wird es laut unter dem mehrlagigen Tuch, ab 220 sehr laut und brüllend bei 250. Egal, der Nissan liegt zitterfrei auf der Bahn bis zum Schluss. Er ist hart gefedert, ein echter Sportwagen halt, aber er ist nicht brutal, nicht mal im S-Modus.

Weniger Charme hat…

die Sitzposition. Das alte, leidige Lied, das in Asien einfach keiner hören will: Großgewachsene sitzen zwar besser als im Vorgänger 350 Z, aber richtig entspannt geht anders. Die gut ausgeformten Sitze lassen sich nicht weit genug nach hinten schieben – da stoßen sie nämlich an die Rückwand der Fahrerkabine. Nicht mal ein Sakko passt da noch zwischen, aber gut, dafür hat ja der Kofferraum Platz. Für ein Sakko und vielleicht noch eins. Dann ist Schluss mit Gepäck. Das Fahren zählt, nicht das Danach.

Das spannendste Detail…

erspart es im Sommer, in ein aufgeheiztes Auto einzusteigen. Das Cabriodach lässt sich von außen öffnen, wenn man eine Taste unter dem Türgriff gedrückt hält.

Unterm Strich die richtige Wahl für…

Freunde des Fremdenverkehrs, denen Sterne zu teuer und Ringe zu weich sind.

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