Hin & weg : Weil einfach einfach einfach ist

Unterwegs im Alltag – heute mit einem Wolfsburger, den keiner bauen wollte.

Auf den ersten Blick

wollen wir nicht lügen: Sorry, wenn es nach Schönheit geht, wird das mit uns beiden nichts. Das Heck wirkt unproportional. Böse Zungen behaupten, VW habe es aus Daffke plump gezeichnet. Denn ursprünglich wollte man den Golf V gar nicht als Kombi bringen, wurde dann aber von den Fans genötigt. So kam der Golf V Variant doch – aber erst im Herbst 2007. Das Modell ist also noch jung. Dennoch sieht er fortan extrem alt aus, schließlich startet als Limousine gerade der Golf VI. Der Kombi läuft unverändert weiter; offen, wann der neue Variant kommt.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

die verblüffende Ladekapazität. Gerade mal eine Reisetasche weniger passt hinein als in den Passat Kombi: 6000 Euro Sparpotenzial! Beim Installateur unseres Verrauens haben wir probiert, was wir zunächst nicht glauben mochten: Tatsächlich, da passt eine Euro-Palette rein und die Klappe geht trotzdem zu. Der Variant bedient und fährt sich denkbar unkompliziert. Nach fünf Minuten flutscht alles so, als habe man nie etwas anderes gefahren. Das Fahrwerk ist soft, die Lenkung könnte direkter sein. Der 1.9 TDI zieht ordentlich, perfekt fürs niedertourige Gleiten.

Weniger Charme hat…

die Preisliste. 21775 für die karge Version Trendline mit Partikelfilter – da schielt man neidisch auf den Kia Cee’d Sporty Wagon 1.6 CRDI (ab 17890,- Euro).

Das spannendste Detail…

ist die Geschichte dahinter. Der Golf Variant ist gar kein Golf. Er basiert auf dem Jetta. Und aus Woflsburg kommt er auch nicht. Er wird in Mexiko gebaut – und ist zweieinhalb Wochen unterwegs, wenn er zu deutschen Kunden verschifft wird.

Unterm Strich die richtige Wahl für…

alle, denen V oder VI einerlei sind. Einfaches Handling, reichlich Zuladung und ein flotter, sparsamer Motor (im Test 5,9 Liter) sind keine Generationsfrage. eric

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben