HIN & WEG : Klappt doch

Unterwegs im Alltag – heute mit französischen Brüdern: PEUGEOT 308 CC PEUGEOT 207 CC.

Eric Metzler

Auf den ersten Blick…

fragen wir uns: Wann zieht Peugeot die Frontscheinwerfer so in die Länge, dass sie bis zur Windschutzscheibe reichen? Den gerade gelifteten 207 finden wir spontan sympathischer als den 308. Vielleicht wegen des kürzeren Überhanges hinten. Oder weil der Vorgänger 206 der Pionier im Segment war. Der 308 wurde schon im Frühjahr aufgefrischt. Hat ihm gut getan. Auch wenn das Heck pummelig bleibt.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

das schwerelose Handling der Klappdächer. In einem Peugeot ist uns die Stoffdach-Diskussion sowas von schnuppe! Die halbe Minute artistisches Dachwegfalten macht sonnige Laune – ein Dankesritual für den Wettergott. In beiden Cabrios braucht man kein Windschott. Es zieht kaum. Der leise Zweiliter-Diesel im 308 hat zwar „nur“ 140 PS, liefert aber genügend Kraft. Zudem war er mit 6,6 Litern einen Liter sparsamer als der 150-PS-Benziner im 207. Mit dem machten wir unseren Ausflug notgedrungen ohne Freunde; im 37 Zentimeter längeren 308 konnten wir sie dann mitnehmen. Der Kofferraum beider Modelle ist ideal für Grafiker: deren Mappen gehen noch rein, wenn das eingefahrene Dach Stauraum frisst. Einkäufe macht man besser bei schlechtem Wetter.

Weniger Charme haben…

die flach stehenden Frontscheiben. Einsachtziger, die ihren Sitz nicht ganz nach hinten schieben, touchieren mit dem Haar den Rahmen. Für Cabrio-Puristen ist das nichts. Die wollen den Wind spüren, nicht das Glas. Die Sitzauflage im 207 ist zu kurz; der Cupholder sitzt weit hinten; die Fenstergummis zischeln zuweilen. Wie so oft bei Peugeot schleifen die Scheibenwischer, als habe irgendwer Sand beigemischt. Das Navi der CC ist leicht beherrschbar; die filigrane Wippe zur Lautstärkeregelung indiskutabel.

Das spannendste Detail…

bietet der 308 in Form eines unsichtbaren Luftschals: In den (guten) Sitzen steckt ein „Airwave“, der empfindliche Hälse wärmt – 750 Euro (Platinum Serie).

Unterm Strich…

lohnt der 207 für alle, die ein ausgereiftes Mini-Cabrio suchen (ab 19600 Euro). Es fährt sich erwachsener als ein Opel Tigra, ist besser verarbeitet. An den offenen 1er-BMW kommt es aber nicht heran. Wer mehr Platz braucht und im Spätherbst noch offen fahren will, nimmt den 308 – mit Nackengebläse. Eric Metzler




Mit dem sind wir gefahren:

ModellPlatinum HDI FAP 140

Karosserie Cabrio-Coupé (4-Sitzer)

Preisab 32 900 Euro

Das steht im Datenblatt:

Hubraum1.997 ccm

Leistung 103 kw/140 PS

max. Drehmoment320 Nm

Höchstgeschwindigkeit 208 km/h

von 0 auf 100 km/h 10,8 Sekunden

Leergewicht1674 kg

Kofferraum 226 bis 403 Liter

Und das geht ins Geld:

Verbrauch (CO2)5,9 l (155 g CO2)

Xenon-Paket/Kurvenlicht 1150 Euro

Alarmanlage310 Euro

Mit dem sind wir gefahren:

ModellPlatinum 150 THP

Karosserie Cabrio-Coupé (2-Sitzer)

Preisab 25 050 Euro

Das steht im Datenblatt:

Hubraum1.598 ccm

Leistung 110 kw/150 PS

max. Drehmoment240 Nm

Höchstgeschwindigkeit 210 km/h

von 0 auf 100 km/h 8,6 Sekunden

Leergewicht1485 kg

Kofferraum 145 bis 370 Liter

Und das geht ins Geld:

Verbrauch (CO2)7,2 l (171 g CO2)

Leder/Sitzheizung Serie

Festplattennavi/Bluetooth2150 Euro

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


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