Hintergrund : Der Rettter von Neapel

Die Großstadt am Vesuv bestätigt alle Vorurteile: einerseits prächtig, andererseits schmutzig. Mitten in der City erschrecken heruntergekommene Bauruinen die Besucher. Direkt am Hafen hat sich ein ausgedehntes Slumgebiet aus Holzhütten und Plastikbauten ausgebreitet. Neapel ist eine der ärmsten Provinzen Italiens; die Arbeitslosigkeit soll in Richtung 30 Prozent ausufern. Keine halbe Autostunde von hier entfernt liegt Pomigliano d'Arco.

Dort befindet sich das ehemalige Alfa-Werk Giambattista Vico, früher eines der unproduktivsten des Fiat-Konzerns, in dem einst nachlässig die Modelle Alfasud, GT, 147, 156 und 159 gebaut wurden. Seine Schließung war nur noch eine Frage der Zeit. Doch vor zwei Jahren rang der Fiat-Chef Sergio Marchionne den Gewerkschaften in knochenharter Manier einen Deal ab, nachdem er bereits zuvor alle Tarifverträge gekündigt hatte und aus dem Unternehmerverband ausgetreten war: Massive Zugeständnisse gegen eine 800 Millionen Euro schwere Modernisierung des Werkes.

Zugleich wird die Produktion des Fiat Panda der dritten Generation aus dem polnischen Tychy zurück nach Italien geholt. 4800 „sichere“ Arbeitsplätze in dieser Region - der neue Panda als Retter Neapels! Bis zu 1050 Stück täglich sollen hier im nunmehr modernsten Fiat-Werk mit Hilfe von über 800 computergesteuerten Robotern gebaut werden. Mehr als eine Millionen Autos will Fiat-Chef Marcionne in diesem Jahr produzieren. Die hohe Qualität des neuen Panda sollte dann jedoch der allgemeine Maßstab bei Fiat sein. rr

Mehr als 100 neue Autos für 2012
In der Autobranche haben die Korken letztes Jahr besonders laut geknallt. Ein Rekordjahr ging für die Branche zu Ende. Zweistellige Zuwächse beim Absatz aller großen Hersteller, das versetzt die Branche in Verzückung. Allerdings ist höchste Vorsicht geboten, denn die Aussichten für dieses Jahr sind eher düster.Weitere Bilder anzeigen
1 von 123Foto: dpa
06.01.2012 09:31In der Autobranche haben die Korken letztes Jahr besonders laut geknallt. Ein Rekordjahr ging für die Branche zu Ende....

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

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