Hochzeitsschmuck : Auf und unter der Haube

Den Hochzeitskorso in ein Blütenmeer zu tauchen ist ein romantischer Gedanke. Aber darüber sollte man nicht vergessen, Blumen und anderen Hochzeitsschmuck sorgfältig am Auto zu befestigen. Und: Für das Bouquet kommen nicht alle Sorten infrage. Und zu Fahrzeug und Brautpaar muss der Schmuck außerdem passen.

Bunte Ballons, Schleifchen, scheppernde Dosen – diese Klassiker sind auch heute noch populär, sagt Friederike Mauritz, Vorsitzende des Bundes Deutscher Hochzeitsplaner in Frankfurt. Sie hat aber auch schon außergewöhnliche Deko gesehen: Bei Naschkatzen formen große Buchstaben aus Gummibärchen den Schriftzug „Just married“ auf der Motorhaube. Schmierfinken bevorzugen die Rasierschaum-Variante. Maximilian Maurer vom ADAC weist der Kreativität allerdings ein paar Schranken auf, die die Straßenverkehrsordnung vorgibt: „Die Ladung muss sicher angebracht sein, sie sollte also nicht davonfliegen können.“ Zudem dürfen Blumen oder Schilder nicht das Nummernschild verdecken oder das Sichtfeld einschränken. Wer das Schmücken beim Floristen in Auftrag gibt, erhält meist auch eine sichere Befestigung – die Blumenkonstruktionen werden zum Beispiel mit Saugnäpfen versehen. Vorteil: Das Bouquet lässt sich leicht ohne Schaden abnehmen. So kann das Gesteck nach dem Korso auch den Festsaal schmücken.

Entscheidend bei der Wahl des Gestecks ist der Fahrzeugtyp, erklärt Wally Klett, Referentin des Fachverbands Deutscher Floristen in Gelsenkirchen: „Einen Oldtimer dekoriert man anders als einen Porsche. Ein Porsche wäre viel moderner gestylt, mit exotischen Blumen wie Strelitzien, Calla oder Helikonien.“    

Bei der Wahl der Blüten ist auf vielerlei zu achten. So spielt die Haltbarkeit eine große Rolle, denn in der Hitze des Sommers sollten die Blüten nicht binnen kurzer Zeit welken. Um das zu verhindern, integrieren die Fachleute eine Wasserversorgung in die Bouquets. Kleine Wasserröhrchen oder eine besondere Steckmasse geben den Pflanzen die nötige Nässe. Auch wichtig: die Windverträglichkeit. „Orchideen würden sich wegen ihrer porzellanartiger Struktur nicht eignen. Davon abgesehen kommen fast alle Blumen in Betracht“, sagt Klett.

Dennoch rät Friederike Mauritz davon ab, schneller als 50 Kilometer in der Stunde zu fahren – „sonst fliegen einem die Blumen um die Ohren“. Nicht zu unterschätzen sind die Kosten für aufwendige Blumenkonstruktionen. Für ein durchschnittliches Bouquet in Herzform ist mit 150 bis 200 Euro zu rechnen. „Das hängt natürlich auch von der Blumenart und der Größe des Bouquets ab. Ich hatte schon Gestecke mit über 150 Rosen. Bei zwei Euro pro Rose kommt da einiges zusammen“, sagt Klett. dpa

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