Honda neuer CR-V : Einfach die Stärken noch stärker gemacht

Nutzwert geht über alles beim CR-V von Honda. Daher ist er auch so etwas wie ein Hidden Champion. Beliebt und geschätzt bei denen, die ihn kennen. Bei den übrigen taucht bei dem Namen eher ein Fragezeichen auf.

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Nicht unbedingt unauffällig, aber dennoch eher unbekannt: Der Honda CR-V.
Nicht unbedingt unauffällig, aber dennoch eher unbekannt: Der Honda CR-V.Foto: Hersteller

Ein bisschen ruhig geworden um Honda. Vor einigen Monaten ging zwar der neue Civic an den Start; ins Bewusstsein der Autowelt ist das aber kaum durchgedrungen. Auch die interessanten Hybridmodelle Insight und Jazz drehen ihre Runden im Schatten, weil Toyota mit einer gewaltigen Flottenkampagne das Hybrid-Feld besetzt. Alle Hoffnung setzt Honda nun in die Neuauflage des CR-V, der seit Jahren zu den besseren SUV zählt, weil er ausgereifte Assistenzsysteme und mehr Nutzwert als viele andere bietet.

Genau da setzt der Neue an. Exemplarisch für die Verbesserungen im Detail sind zwei Hebel hinten im Kofferraum: Daran gezogen, legt sich die Rückbank um, mehr noch, die Sitzflächen klappen sich aufrecht hinter die Vordersitze. Das ist bestechend einfach und funktional, erlaubt es doch den Wagen im Nu mit aufrecht stehenden Gegenständen zu beladen oder die entstandene, ebene Wiese mit drei Mountainbikes oder üblem Sperrgut zu bespielen. 1669 Liter Gepäckraumvolumen belegen die Ladequalitäten eindrucksvoll: Bestwert in dieser Klasse. Dazu passt, wenn Honda die Ladekante um 25 Millimeter abgesenkt und die Kopffreiheit trotz flacherer Karosserie erhöht hat.

In der Krise mit den Preisen runter

CR-V, vierte Generation. Front- und Fondpassagiere haben mehr Platz – außerdem hat das Kofferraumvolumen zu gelegt.
CR-V, vierte Generation. Front- und Fondpassagiere haben mehr Platz – außerdem hat das Kofferraumvolumen zu gelegt.

Besonders intensiv hat Honda sich um das untere Ende der Preisliste gekümmert: Den Zweiliter-Basisbenziner gibt es nun auch mit Front- statt Allradantrieb (ab 22 290 Euro); beim Diesel-Modell liegt der neue Preis angesichts der aktuellen Absatzkrise etwa 1500 Euro unter dem alten. Wer wie gehabt lieber auf allen Vieren unterwegs ist, nutzt ein elektronisch aktiviertes System, das die Antriebskräfte je nach Fahrsituation schnell und variabel zwischen vorne und hinten verteilt. Damit der Verbrauch nicht ausufert, haben die Japaner dem SUV den „Econ“-Modus aus Hondas Hybridmodellen spendiert: Auf Knopfdruck kappt das Fahrzeug selbstständig die Fahrspitzen und trimmt es damit auf Effizienz. Ob der Fahrer derlei Sparbemühungen unterstützt oder konterkariert, offenbart die Beleuchtung im Armaturenbrett: Ist der Tacho weiß illuminiert, deutet das auf eine sportliche Fahrweise hin; Grün dagegen steht für eine effizientere Fahrweise.

Der Kompakt-SUV steht ab dem 3. November bei den Händlern. Zum Preis von 22 990 Euro gibt es den 114 kW/155 PS starken 2,0-Liter-Benziner in Verbindung mit Frontantrieb. Eine Allradversion kostet 2000 Euro Aufpreis. Wer sich für den 110 kW/150 PS-Diesel entscheidet, muss 28 975 Euro investieren. Hier ist Allrad Serie.

Die neuen Gipfelstürmer
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07.10.2012 11:13Spät kommen und dann das Feld von hinten aufrollen, mit dieser Strategie hat Volkswagen bereits viele Bestseller platziert. Und...

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Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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